US-Medien: CIA-Chef zu Gesprächen in MoskauDer Chef des US-Geheimdienstes, John Ratcliffe, ist offenbar zu Gesprächen nach Moskau gereist. Das berichten US-Medien. Er wolle dort am Dienstag Gespräche führen, hieß es. Zuvor war bekannt geworden, dass ein Transportflugzeug vom Typ Boeing C-17A Globemaster III der US-Luftwaffe von Lettland in Richtung des Moskauer Flughafens Wnukowo geflogen war. Laut dem Sender CBS war sowohl das Flugzeug als auch eine diplomatische Flugzeugkolonne auf dem Flughafen gesichtet worden. Der Kreml hatte zunächst erklärt, keine Informationen über die Maschine zu haben. Auch die US-Regierung hat sich bislang nicht zum Besuch geäußert.Nach Angaben von CBS News ist es Ratcliffes erste bekannt gewordene Moskau-Reise, seit er das Amt des CIA-Chefs im Januar 2025 nach der Nominierung durch Präsident Donald Trump angetreten hat. USA schlagen Freihandelszone im Donbass vor – Kreml lehnt abDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht bis zum Spätsommer ​2027 ein Zeitfenster für eine US-vermittelte Friedenslösung mit Russland – danach rücke in den USA der Präsidentschaftswahlkampf für 2028 in den Fokus. Die Ukraine habe gemeinsam mit ⁠Vertretern der USA und Europas ein nur eine Seite umfassendes Thesenpapier ausgearbeitet, das Moskau vorgelegt werden solle, sagte Selenskyj am Dienstag. Kernpunkte des Dokuments seien ein Waffenstillstand sowie ‌ein US-Vorschlag für eine Freihandelszone im ostukrainischen Donbass, die von einer dritten Seite verwaltet werden solle. Der Kreml wies eine freie Wirtschaftszone im Donbass im Rahmen einer Friedensregelung umgehend zurück. Dieser sei Teil Russlands, und eine dritte Partei könne keine russische Region verwalten, sagte Kremlsprecher Peskow. Zudem sei eine mögliche Stationierung von NATO-Truppen in der Ukraine für Russland inakzeptabel. Selenskyj dankt Deutschland für Rettung zahlloser Leben Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Kanzler Friedrich Merz (CDU) für die deutsche Unterstützung bei der Verteidigung des Landes gedankt. Deutschland sei führend bei der Erhaltung der Unabhängigkeit Ukraine. „Unzählige Leben wurden bewahrt dank der deutschen Hilfe“, teilte Selenskyj bei X mit – in einer Danksagung nach dem am Montag groß gefeierten 35. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine. Selenskyj veröffentlichte auch Glückwunschschreiben aus zahlreiche weiteren Ländern.Wadephul: Bei Patriot-Raketen von anderen Ländern noch keine Zusagen Bundesaußenminister Johann Wadephul räumt ein, dass Deutschland in Gesprächen ⁠mit Partnerländern über zusätzliche Patriot-Luftabwehrraketen für die Ukraine bislang keine Zusicherungen erhalten hat. „Die nüchterne Bilanz lautet: Wir haben noch keine Zusagen“, sagt Wadephul in einem Interview mit dem Nachrichtenportal t-online. Die Bemühungen würden ‌aber fortgesetzt. Zugleich warnt der Minister vor einem bevorstehenden harten Kriegswinter in der Ukraine und fordert eine verstärkte Luftverteidigung, Munition sowie Hilfe für die Strom-, Wasser- und Wärmeversorgung des Landes. Deutschland ‌sei auf dem richtigen Weg, müsse ‌aber „noch eine Schippe drauflegen“, sagt der CDU-Politiker. Trump gratuliert der Ukraine zum Unabhängigkeitstag US-Präsident Donald ‌Trump hat der Ukraine nach Angaben von Staatschef Wolodymyr Selenskyj zum Unabhängigkeitstag gratuliert. Selenskyj ‌veröffentlichte ‌auf dem Kurznachrichtendienst X eine Botschaft Trumps. Darin heißt es: „Lassen Sie uns diesen ​Moment nutzen, ⁠um den Konflikt zu beenden und einen dauerhaften Frieden zu ​schaffen, der das enorme Potenzial der ⁠Ukraine für kommende ‌Generationen freisetzt.“ Fabian DrahmouneRussland: Zwei Tote und Brand in russischer Ölraffinerie nach DrohnenangriffNach einem Drohnenangriff in der südrussischen Region ​Krasnodar ⁠ist Behördenangaben zufolge eine Ölraffinerie in Brand ​geraten. ⁠Durch herabfallende Trümmerteile ‌seien in der Umgebung zwei ⁠Menschen getötet und ⁠zwei weitere ⁠verletzt ​worden, teilte ⁠Regionalgouverneur Weniamin ​Kondratjew über den Kurznachrichtendienst ‌Telegram mit. Die russischen Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.Fabian DrahmouneSelenskyj: „Wir brauchen viel mehr Geld“Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen für zusätzliche Militärhilfen für sein Land geworben. Die Ukraine benötige „viel mehr Geld“, um die Drohnenproduktion zu steigern und die Angriffe auf Russland zu verstärken, sagte Selenskyj am Montagabend vor den Staatenlenkern, die zu dem Treffen in die Ukraine gereist waren. Sein Land wolle mit Blick auf die Angriffe tief im Landesinneren Russlands „wettbewerbsfähig sein“, um „diesen Krieg auf russischen Boden zu verlagern und ihnen wirklich wehzutun“.Die Unterstützer der Ukraine hatten bei ihrem Treffen am 35. Unabhängigkeitstag der Ukraine eine Verstärkung der militärischen Unterstützung für Kiew zugesagt. Den Vorsitz des Treffens hatten Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der neue britische Premier Andy Burnham gemeinsam mit Selenskyj.Von den 30 Teilnehmern waren Burnham und die Staatenlenker von Luxemburg, Moldau, Estland sowie EU-Ratspräsident António Costa nach Kiew gereist. Andere, darunter Merz und Macron, schalteten sich per Video dazu.Am Sonntag hatte Selenskyj vor Journalisten erklärt, das ukrainische Verteidigungsministerium habe ein Haushaltsdefizit von rund 23 Milliarden Euro, weil Mittel, die ursprünglich für das zweite Halbjahr 2026 vorgesehen waren, vorzeitig in Anspruch genommen werden mussten.Ian LieschNeue russische Angriffe am ukrainischen UnabhängigkeitstagAm ukrainischen Unabhängigkeitstag ist infolge neuer russischer Angriffe mindestens ein Zivilist in der Stadt Pawlohrad getötet worden. In der Industriestadt seien zwei Menschen verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des südostukrainischen Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Autos seien abgebrannt und Fensterscheiben in Mehrfamilienhäusern geborsten. Zur eingesetzten Waffe machte er keine Angaben.Parallel dazu wurden nach Behördenangaben bei einem Drohnenangriff auf das Zentrum der nordostukrainischen Großstadt Tschernihiw mindestens 20 Menschen verletzt. Zwei Frauen seien mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte der Militärgouverneur Wjatscheslaw Tschaus mit. Ein Mehrfamilienhaus sei beschädigt worden. Bei einer weiteren Drohnenattacke im Gebiet Tschernihiw sind zudem in der Stadt Mena Polizeiangaben zufolge mindestens zwölf Menschen verletzt worden.Am 24. August jährt sich zum 35. Mal der Tag der Unabhängigkeitserklärung des osteuropäischen Landes von der Sowjetunion.Selenskyj: Große Skepsis, ob Putin verhandeln will „Priorität hat die Flugabwehr“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit EU-Ratspräsident António Costa, dem britischen Premierminister Andy Burnham und dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb in Kiew. Kurz zuvor wurde der Ukraine von ihren europäischen Partnern weitere Unterstützung im Krieg mit Russland zugesagt. Selenskyj dankte Finnland gesondert für neue Zusicherungen bei der Flugabwehr. Zudem habe es vor dem nächsten Kriegswinter neue Zusagen von den Partnern für Hilfen im Energiebereich und der Produktion von Drohnen gegeben.Thema der Gespräche seien auch mögliche Friedensverhandlungen mit Russland und dessen Präsidenten Wladimir Putin gewesen. „Es gibt bei vielen Staats- und Regierungschefs Skepsis dahingehend, dass Putin zu irgendwelchen Verhandlungen bereit ist“, sagte Selenskyj. Ein neues Treffen der „Koalition der Willigen“ sei für den September geplant.Putin ermächtigt Staat zur Übernahme schlecht geschützter Infrastruktur Der russische Präsident Wladimir Putin hat die ​Behörden per Dekret ermächtigt, die Kontrolle über unzureichend geschützte kritische Infrastrukturen ⁠zu übernehmen. Damit reagiert Putin auf die zunehmenden ukrainischen Drohnenangriffe etwa auf Ölraffinerien und Logistikzentren. Die Regelung erlaubt es, Vermögenswerte sowie Eigentumsrechte unter vorübergehende ‌staatliche Zwangsverwaltung zu stellen, wenn die Betreiber ihre Schutzpflichten verletzen oder Schäden nach Angriffen zu langsam beheben, hieß es in dem ‌am Montag veröffentlichten Erlass.Betroffen ‌sind unter anderem Einrichtungen aus den Bereichen Energie, Industrie, Verkehr, Logistik und Kommunikation, die für die Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität des Landes von zentraler Bedeutung ​sind. Die Ukraine hat ⁠zuletzt ihre Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien und Logistikzentren verstärkt. Unter anderem wurden seit dem 18. Juli ​mindestens 24 Lagerhallen des Online-Händlers Wildberries attackiert, wodurch erhebliche Kapazitäten ausfielen. Am Montag ⁠teilte zudem der zweitgrößte ‌russische Online-Händler Ozon mit, dass vier seiner Logistikzentren im Süden Russlands Ziel ukrainischer Angriffe geworden seien.Putin hatte die Regierung in der vergangenen ⁠Woche angewiesen, ein ⁠Wiederaufbauprogramm für beschädigte Gewerbe- und Lagerhallen aufzulegen. Vor allem die Attacken auf Raffinerien ⁠werden ​in Russland ⁠zunehmend zu einem Problem. Ein Mangel ​an Benzin und Diesel sorgt in ‌der Bevölkerung für Unmut. An Tankstellen bilden sich vielerorts lange Schlangen, mitunter ist ​die Abgabe von Treibstoff bereits ​rationiert. Britischer Premier Burnham fordert mehr Flugabwehr für Ukraine Der britische Premierminister Andy Burnham ruft die Verbündeten der Ukraine dazu auf, dem Land mehr Flugabwehrsysteme aus eigenen Beständen bereitzustellen. „Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun“, sagt Burnham zu Beginn eines Treffens der sogenannten Koalition ​der Willigen. Der russische Präsident Wladimir Putin hoffe darauf, durch Angriffe auf ukrainische Zivilisten mit ballistischen Raketen den Krieg zu gewinnen. „Dies darf niemals zum Sieg führen.“ Zudem fordert Burnham schärfere Sanktionen gegen russische Öl- und Flüssigerdgas-Exporte (LNG), um den Druck auf Moskau zu erhöhen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software