PfadnavigationHomeNewstickerDPAInfolinePolitik (Ausland)CIA-Chef in Moskau: Kreml spricht von «Schauergeschichten»Stand: 14:28 UhrLesedauer: 4 MinutenEine Moskau-Reise von CIA-Chef John Ratcliffe nährt Spekulationen über die Gefahr einer direkten Konfrontation zwischen Russland und der Nato. (Archivbild)Quelle: Rod Lamkey/FR172078 AP/AP/dpaCIA-Chef Ratcliffe soll Russland vor einem Angriff auf Nato-Staaten gewarnt haben. Die Zurückweisung des Kremls kam prompt - und die benachbarten baltischen Staaten sehen die Lage entspannter.Nach einem unangekündigten Trip von CIA-Chef John Ratcliffe nach Moskau haben Medien weltweit über den Zweck der Reise und mögliche Gesprächsinhalte spekuliert. In US-Medien hieß es, dass Ratcliffe Russland vor einer Attacke auf einen der Nato-Staaten gewarnt haben soll. Angesprochen auf die Berichte, dementierte der Kreml und wies mit dem Finger auf den Westen. Derweil sehen die an Russland grenzenden baltischen Staaten kaum Risiken für einen solchen Angriff.Kreml weist westliche «Schauergeschichten» zurückBerichte über mögliche russische Vorbereitungen für einen Angriff auf Nato-Verbündete sind im Kreml als «Schauergeschichten» zurückgewiesen worden. «Es versteht sich, dass diese nichts mit der Realität gemein haben», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow Journalisten. Zwar würde Moskau es vorziehen, seine Ziele mit friedlichen Mitteln zu erreichen. Doch werde die «Spezialoperation» - wie der Krieg gegen die Ukraine vom Kreml offiziell bezeichnet wird - fortgesetzt, um Russlands Interessen durchzusetzen und Sicherheit zu erreichen.Der Kremlsprecher warf zugleich dem Westen ein aggressives Verhalten vor. «Diese Aggression geht eben von den europäischen Staaten aus», hob Peskow hervor. Gegenteilige Behauptungen seien nichts anderes als «gewöhnliche Zeitungsenten».Vor dem russischen Einmarsch in die benachbarte Ukraine hatten Moskauer Vertreter ebenfalls westliche Medienberichte über die Kriegsvorbereitungen als «Schauermärchen» abgetan. In seinem Abwehrkampf wird das angegriffene Land dabei massiv von westlichen Staaten unterstützt.Medien: CIA-Chef warnte in Moskau vor Angriff auf NatoMedienberichten zufolge hatte CIA-Direktor John Ratcliffe zuvor Russland bei seinem Besuch in Moskau vor einem Angriff auf Nato-Verbündete gewarnt. Das berichteten das «Wall Street Journal» und das Magazin «Politico» unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen. Der Chef des US-Geheimdienstes hatte die russische Hauptstadt am Dienstag besucht. Über den Inhalt seiner Gespräche wurde allerdings nur wenig bekannt.Der CIA-Chef habe Russland vor allem mit Blick auf die östlichen Nato-Partner im Baltikum vor einer Eskalation gewarnt, berichtete «Politico». Zudem habe er den Kreml dazu gedrängt, seine militärische und finanzielle Unterstützung für den Iran herunterzufahren.Balten halten Risiko eines direkten russischen Angriffs für geringRatcliffes Besuch fand auch in den baltischen Staaten größere Beachtung - nicht nur, weil der CIA-Chef mutmaßlich über die lettische Hauptstadt Riga nach Moskau geflogen war. In Riga wollte jedoch niemand den Flug einer US-amerikanischen Militärtransportmaschine kommentieren. Die Route konnte über Flugverfolgungsportale nachvollzogen werden.
CIA-Chef in Moskau: Kreml spricht von «Schauergeschichten» - WELT
CIA-Chef Ratcliffe soll Russland vor einem Angriff auf Nato-Staaten gewarnt haben. Die Zurückweisung des Kremls kam prompt - und die benachbarten baltischen Staaten sehen die Lage entspannter.












