CIA-Chef John Ratcliffe reist nach Moskau und trifft dort die russischen Dienste. Droht der Ernstfall oder ein Gefangenenaustausch?

CIA-Direktor John Ratcliffe (Archivfoto): liebe Grüße nach Moskau?

CNP/ABACA/imago

Der CIA-Chef fliegt nach Moskau und das Spekulationsrad läuft heiß. Kein Wunder, es handelt sich ja auch um ein höchst seltenes Ereignis, wenn John Ratcliffe sich auf den Weg Richtung Kreml macht und dort Ver­tre­te­r:in­nen der russischen Dienste trifft. Sein Vorgänger, William Burns, hatte 2021 zuletzt Moskau besucht. Damals wollte er den russischen Präsidenten Wladimir Putin vor einem Angriff auf die Ukraine warnen. Die Warnung hat nichts bewirkt, im Februar 2022 begann die russische Vollinvasion in der Ukraine.

In Zeiten von Social Media und Flighttrackern bleiben solche Trips nicht lange im Verborgenen. In diesem Fall hat Kreml-Sprecher Dmitri Peskow das Treffen am Mittwoch sogar offiziell bestätigt. Über die Inhalte sagte er nichts und betonte, dass es kein direktes Gespräch mit dem russischen Präsidenten Putin gegeben habe. Aber: Immerhin folgte noch ganz beiläufig, es sei noch zu früh, um zu sagen, ob solche Kontakte dazu beitragen könnten, die Beziehungen zwischen den USA und Russland aus einer „tiefen Krise“ zu führen. Eine nebulöse Aussage, die dennoch den Hinweis gibt, dass die „Krise“ zwischen Russland und den USA offenbar doch ein aktuelles Thema ist.