Die Zahl der Todesopfer nach der heftigen Sturzflut in einer Gebirgsregion an der Grenze von Nepal und China ist auf mindestens 160 gestiegen. Die nepalesische Polizei spricht von mindestens 157 Toten, in China sind drei Tote bestätigt. Hunderte Menschen – darunter mehr als 400 in- und ausländische Touristen sowie Polizisten und Soldaten – werden vermisst.
Laut einem Bericht der Zeitung »The Kathmandu Post« ereignete sich die Überschwemmung nachdem eine Eislawine auf der chinesischen Seite der Grenze zu Nepal einen Nebenfluss des Bhotekoshi blockiert hatte. Dadurch habe sich ein vorübergehender See gebildet, der anschließend über die Ufer getreten sei.Die Wasser- und Schlammmassen richteten Medienberichten zufolge große Zerstörungen in Ortschaften und an Infrastruktur entlang des Bhotekoshi an, der im Hochland von Tibet entspringt und die nepalesische Provinz Bagmati durchfließt. Bilder des nepalesischen Fernsehens und Videos in den sozialen Medien zeigten, wie zahlreiche Häuser, Wasserkraftanlagen und Straßen zerstört, Brücken weggespült und ganze Dörfer überflutet wurden.
Inzwischen läuft auch die internationale Hilfe an. »Copernicus wurde aktiviert, um die Kartierung der betroffenen Gebiete in Nepal zu unterstützen und die Hilfsmaßnahmen vor Ort zu fördern. Wir sind bereit, weitere europäische Hilfe zu mobilisieren« schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf X . Copernicus ist das europäische Erdbeobachtungsprogramm und kann durch die Bereitstellung von Satellitenbildern bei der Bewältigung von Naturkatastrophen unterstützen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte an, Deutschland sei bereit, Hilfe zu leisten.










