Nach der heftigen Sturzflut in der Gebirgsregion von Nepal sind bislang mindestens 95 Todesopfer geborgen worden, teilte die Polizei in dem Himalaja-Staat mit. Hunderte Menschen werden Behördenangaben zufolge vermisst. Insgesamt würden 384 Touristen, darunter mehr als 290 Ausländer, etwa aus Deutschland, den USA und Spanien, vermisst, sagte der leitende Beamte Santosh Panta von der nationalen Tourismusorganisation Nepal Tourism Board der Deutschen Presse-Agentur in Kathmandu. Unter den Vermissten sind demnach rund 100 Inder, zwölf Briten und drei Amerikaner.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Auch acht Südkoreaner, die bei einem Wasserkraftwerk in dem Gebiet arbeiteten, werden vermisst, wie die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Außenministerium in Seoul meldete.Nach Berichten der Zeitung „The Kathmandu Post“ und anderer nepalesischer Medien richteten die Wasser- und Schlammmassen große Zerstörungen in umliegenden Ortschaften und Infrastruktureinrichtungen entlang des Flusses Bhotekoshi an, der im Hochland von Tibet entspringt und die nepalesische Provinz Bagmati durchfließt. Unter anderem seien Häuser und Brücken zerstört oder beschädigt worden. Dieser Standbildausschnitt aus einer von der nepalesischen Polizei bereitgestellten Aufnahme (UGC) zeigt Fluten, die sich am 26. August 2026 nach Sturzfluten im Distrikt Rasuwa durch den Fluss Bhote Koshi wälzen. © AFP/-UGC Nepals Regierungschef Balendra Shah kündigte den Einsatz der Armee und weiterer Sicherheitskräfte für die Rettungsmaßnahmen an. Die Behörden gaben für die flussabwärts gelegenen Gebiete in dem Himalaja-Staat eine Katastrophenwarnung heraus.Die britische BBC berichtet von Aufnahmen aus Tibet, auf denen zu sehen ist, wie eine Wasser- und Schlammwand auf Gebäude an einem Grenzübergang trifft. Weitere Bilder aus Nepal zeigten Menschen, die verzweifelt vor der herannahenden Flutwelle zu fliehen versuchten. Was hat die Sturzflut in Nepal ausgelöst? Unklar war zunächst, was konkret die Sturzflut ausgelöst hat. Zunächst wurde nicht ausgeschlossen, dass ein sogenannter Gletscherseeausbruch dazu geführt haben könnte. Dabei entleert sich plötzlich ein Gletschersee in Form von Flutwellen.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Der nepalesische Außenminister Shisir Khanal sagte hingegen laut BBC, die Flutkatastrophe sei möglicherweise durch ein Erdbeben ausgelöst worden.„Nepal Correspondence“ sieht die Ursache in Bauarbeiten auf chinesischer Seite der Grenze. „Die Schädigung des empfindlichen Ökosystems auf den Gletschergipfeln führt mittlerweile jedes Jahr zu Lawinen, die in Nepal Sturzfluten auslösen und erhebliche Verluste an Menschenleben und Sachwerten verursachen“, schreibt das Nachrichtenportal auf X. Vermisste auch im Südwesten Tibets Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping forderte, die Vermissten mit allen Mitteln zu suchen und Menschen in der Region in Sicherheit zu bringen, wie Xinhua meldete. Weiterhin soll er gefordert haben, das Frühwarnsystem zu stärken.Xi gibt solche Anweisungen in der Regel nur bei besonders schweren Unglücken. Zudem schickte er mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Zhang Guoqing einen ranghohen Kader der Kommunistischen Partei in die betroffene Region, um die Rettungsmaßnahmen zu überwachen.Auch aus dem benachbarten Tibet wurden laut der Nachrichtenagentur Xinhua nach dem Abgang einer Schlammlawine an einem Grenzübergang zwischen China und Nepal zahlreiche Opfer und Vermisste gemeldet.Laut einem BBC-Reporter handelt es sich um die verheerendste Katastrophe in Nepal seit dem Erdbeben von 2015. Damals kamen 9000 Menschen ums Leben. (AFP, Reuters, dpa)
Sturzflut in Nepal: Mehr als 380 Touristen vermisst – auch Deutsche darunter
Eine heftige Sturzflut ergießt sich unvermittelt durch Nepals Hochland. Im Grenzgebiet zu China sind bislang 95 Menschen geborgen worden. Unklar bleibt nach wie vor, was die Schlammmassen losbrechen ließ.











