PfadnavigationHomePanoramaInstagram-KonzernSuchtgefahr für Jugendliche – Meta zahlt 16,68 Milliarden DollarStand: 16:05 UhrLesedauer: 2 MinutenDas Logo des Facebook-Konzerns Meta in der Nähe der KonzernzentraleQuelle: Andrej Sokolow/dpaDer Mutterkonzern von Facebook und Instagram verpflichtet sich, fast 17 Milliarden Dollar an verschiedene US-Bundesstaaten zu zahlen. Meta stimmte dem Vergleich zu, um einem Prozess zu entgehen.GoogleKlicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.Jetzt aktivierenMeta hat im Streit ⁠über die Gefahren sozialer Medien für Kinder und Jugendliche mit zahlreichen US-Bundesstaaten einen ⁠Vergleich geschlossen. Im Rahmen der Einigung zahlt der ‌Facebook- und Instagram-Mutterkonzern ​bis zu ‌16,68 Milliarden Dollar an ​die Bundesstaaten, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht. Zudem ​verpflichtet sich Meta zu landesweiten Änderungen für jugendliche Nutzer, darunter standardmäßige ​tägliche Zeitlimits und nächtliche Zugangssperren. Mit dem Vergleich ‌entgeht das Unternehmen einem viel beachteten Prozess.In dem zugrundeliegenden Verfahren vor einem Bundesgericht in Kalifornien hatten 29 Bundesstaaten Meta vorgeworfen, seine sozialen Netzwerke gezielt so gestaltet zu ⁠haben, dass sie Minderjährige abhängig machen. Zudem habe der ‌Konzern Verbraucher über die Sicherheit seiner Plattformen getäuscht und unrechtmäßig ‌persönliche Daten von Kindern gesammelt, ‌um damit KI-Modelle ⁠zu ⁠trainieren.Lesen Sie auchDer Vergleich beendet eine der größten Verbraucherrechtsstreitigkeiten gegen einen Technologiekonzern in den USA. Die Bundesstaaten hatten argumentiert, Meta habe mit süchtig machenden Designmerkmalen zur Krise der psychischen Gesundheit von Jugendlichen beigetragen und die Risiken für junge Nutzer über Jahre hinweg heruntergespielt. Im Rahmen der Einigung soll Meta unter anderem Push-Benachrichtigungen während der Schulzeit einschränken, strengere Verfahren zur Altersüberprüfung einführen sowie den Schutz vor Mobbing, Essstörungsinhalten und Darstellungen von Selbstverletzung ausbauen.Lesen Sie auchAuslöser der Klagen waren unter anderem Enthüllungen des „Wall Street Journal“ aus dem Jahr 2021. Die Zeitung berichtete damals auf Grundlage interner Unternehmensdokumente, Meta habe gewusst, dass Instagram insbesondere bei vielen Mädchen negative Auswirkungen auf psychische Gesundheit und Körperbild haben könne. Meta wies die Vorwürfe im Rahmen ‌der Einigung erneut ​zurück und erklärte zugleich, sich für den Schutz ​von ​Kindern auf seinen Plattformen einzusetzen. Der Konzern verwies auf bereits eingeführte Schutzmaßnahmen wie spezielle Teenager-Konten mit strengeren Vorgaben für Privatsphäre, Nachrichten und Inhalte. Kritiker und ehemalige Mitarbeiter halten viele dieser Vorkehrungen jedoch für unzureichend.Reuters/AP/lfb