«Selbst für einen Jugendlichen, der hauptsächlich Rap hörte, war sie eine Ikone» – so behalten Stars und Präsidenten Dolly Parton in ErinnerungAuf die Countrysängerin mit der Sopranstimme einigten sich Menschen aller politischen Lager.Jana Kehl26.08.2026, 14.18 Uhr4 LeseminutenDolly Parton am Glastonbury-Festival im Jahr 2014.Shirlaine Forrest / GettyDolly Parton war als Gesangstalent und Songwriterin bekannt. Sie brachte aber auch Menschen und Generationen zusammen. Nachdem Parton am Dienstag im Alter von 80 Jahren verstorben ist, erinnern sich Republikaner, Demokraten, Pop-Stars, Rapper und andere berühmte Persönlichkeiten an die Countrysängerin. Eine Auswahl.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Antwort: Donald Trump: Partons universelle Anziehungskraft reicht bis ins Weisse Haus. Seit Dienstag hängen die Landesflaggen in den USA auf halbmast – eine Anordnung des Präsidenten als Reaktion auf den Tod der Sängerin. Trump spricht auf Truth Social von einem grossen Verlust für Millionen von Menschen. «Es gab noch nie jemanden wie sie, und es wird auch nie wieder jemanden wie sie geben.»Antwort: Barack Obama: Neben Trump äusserten sich auch ehemalige US-Präsidenten. Barack Obama erinnert an die bescheidenen Verhältnisse, in denen die Country-Sängerin aufwuchs. «Geboren in einer Einzimmerhütte, gewann sie elf Grammys und einen Emmy», schrieb Obama auf X. Ebenfalls erinnerte er Partons Spende an die Vanderbilt University in Nashville im Jahr 2020, die in die Entwicklung des Moderna-Covid-Impfstoffs floss.Antwort: Bill Clinton: Der ehemalige US-Präsident beschreibt Parton auf X als einzigartige Persönlichkeit, die die Geschichten von «alltäglichen Amerikanern» mit Ehrlichkeit, Demut und Herz erzählt habe. Er habe die Sängerin zum ersten Mal 1974 gesehen: «Hillary und ich waren grosse Fans», schreibt Clinton. «Wir werden ihr für ihre Musik und die Erinnerungen daran immer dankbar sein.»Rechte und Linke konnten sich in den vergangenen Jahrzehnten auf Dolly Parton einigen. Denn die Sängerin selbst hielt sich weitgehend aus der Politik heraus. Zweimal lehnte sie während der ersten Amtszeit von Trump die «Presidential Medal of Freedom ab. Sie werde die Auszeichnung auch von der Biden-Regierung nicht annehmen, erklärte Parton später. Sie wolle nicht den Anschein erwecken, politisch zu sein. Mit der Musikwelt blieb sie hingegen ihr Leben lang verflochten.Antwort: Beyoncé: Diverse Künstler interpretierten Klassiker wie «Jolene» neu. Zu ihnen gehört auch Beyoncé, die den Song für ihr 2024 erschienenes Album «Cowboy Carter» aufgenommen hat. Auf ihrer Website hat sie eine Würdigung für Parton veröffentlicht. «Du hast so vielen Menschen gezeigt, wie man ganz man selbst sein kann», schrieb Beyoncé. «Ich bin dankbar für deine Kunst, dein Herz, deine Grosszügigkeit, deinen Humor und deinen Unternehmergeist.»Antwort: Paul McCartney: «Es gab für mich keine grössere Ehre, als dass sie mein Lied ‹Let It Be› gesungen hat», schreibt das frühere Beatles-Mitglied Paul McCartney auf Instagram. Er habe Dolly Parton das erste Mal in Nashville getroffen, kurz bevor sie ihre Solokarriere startete. «Sie war so temperamentvoll und voller Lebensfreude.» In der Welt der Countrymusik habe es keine Konkurrenz zu Parton gegeben.Antwort: Miley Cyrus: Immer wieder stand Dolly Parton mit ihrer Patentochter Miley Cyrus auf der Bühne. Cyrus selbst äusserte sich bis anhin nicht. Einer von deren grössten Fan-Accounts hat hingegen ein Video von einem gemeinsamen Auftritt aus dem Jahr 2022 geteilt. «I Love Rock’n’Roll» sangen beide an der Silvestershow in Miami, in schwarzem, engem Outfit. Dolly Parton habe die Welt nicht als zerbrechliche Dame verlassen, «sondern als heisser Rockstar in High Heels und Lederoutfit», schreiben die Cyrus-Fans.Antwort: Eminem: Nicht in jeder Musikrichtung ist die Verbindung zu Partons Liedern direkt sichtbar. Doch auch der Rapper Eminem erinnert sich auf X: «Selbst für einen Jugendlichen, der hauptsächlich Rap hörte, war sie eine Ikone.» Eminem, der Parton nie persönlich getroffen hat, hat einen Brief der Sängerin geteilt. Parton gratulierte ihm dabei zu einem Auftritt und schrieb, sie habe habe immer «eine unerklärliche Verbindung» zu Eminem gespürt.Vor dem Stern von Dolly Parton auf dem «Walk of Fame» in Hollywood liegen Blumen von Fans.Mario Anzuoni / ReutersDolly Parton und ihre Lieder haben nicht nur Musiker begleitet. Schauspielerinnen oder Fernsehgrössen teilten ebenfalls persönliche Erinnerungen an die Countrysängerin und deren Lieder. Und schliesslich gedenken ihrer Fans aus aller Welt. Auf ihrer Sternenplakette auf Hollywoods «Walk of Fame» wurden Blumensträusse abgelegt. In Sevierville, Partons Heimatstadt, versammelten sich am Dienstag Hunderte vor der Bronzestatue ihrer Country-Ikone.Antwort: Priscilla Presley: «Ruhe in Frieden, Dolly», schreibt Priscilla Presley, die Schauspielerin und Ex-Frau von Rocklegende Elvis Presley auf Instagram. Nach der Scheidung, auf dem Weg aus dem Gericht, habe ihr Elvis Dolly Partons Liebes- und Trennungslied «I Will Always Love You» vorgesungen. Eigentlich wollte Elvis das Lied aufnehmen – Parton sagte jedoch ab, nachdem der Sänger mindestens die Hälfte der Verlagsrechte verlangt hatte.Antwort: Oprah Winfrey: Die wohl bekannteste TV-Moderatorin der USA ist Dolly Parton über Jahrzehnte immer wieder vor der Kamera begegnet. Oprah Winfrey hat ein altes Foto mit der Countrysängerin aus dem Jahr 1987 auf Instagram geteilt. Das «Mädchen aus den Smoky Mountains» habe ein gewaltigeres Leben gelebt, als sie es sich je hätte vorstellen können. «Sie hat Licht gebracht und damit alle zu besseren Menschen gemacht.»Passend zum Artikel
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