PfadnavigationHomePanorama„Queen der Countrymusik“Dolly Parton stirbt mit 80 Jahren – Sprecher nennt TodesursacheStand: 02:54 UhrLesedauer: 4 MinutenDolly Parton im Jahre 2022Quelle: AP Photo/Andres KudackiDie US-Sängerin Dolly Parton ist tot. Mit einem Video wendet sich ihre Familie in den sozialen Medien an die Öffentlichkeit. Ihr zu Ehren kündigt US-Präsident Trump an, die amerikanische Flagge in den gesamten Vereinigten Staaten für eine Woche auf Halbmast zu setzen.Ein Weltstar geht von der Bühne: Die US-Country-Ikone Dolly Parton ist mit 80 Jahren gestorben. Das teilte ihre Familie am Dienstag mit einem Video in den sozialen Medien mit. Partons Neffe und ihr langjähriger Sicherheitschef, Bryan Seaver, trat in einem rund zweiminütigen Video im Namen ihrer Familie mit der Nachricht an die Öffentlichkeit. Dolly Parton habe ihn schon Jahre vor ihrem Tod darum gebeten. „Dolly hat im Licht gelebt“, sagte er. Seine Tante habe nicht nur für Generationen von Musikern, sondern auch für „Träumerinnen und Träumer aus allen Lebensbereichen Türen geöffnet“.Auf Partons Wunsch werde eine kleine Trauerfeier im engsten Familienkreis stattfinden, hieß es. Fans seien aber etwa dazu eingeladen, ihr in den sozialen Medien zu gedenken.In kürzester Zeit sammelten sich unter dem Video über 100.000 Kommentare, in denen Fans ihre Anteilnahme ausdrückten. Einige teilten, sie seien „am Boden zerstört“.Ihr Pressesprecher Marcel Pariseau gab später bekannt, dass Parton an Krebs gestorben ist. „Nach einem mutigen, kurzen Kampf gegen den Krebs ist Dolly heute aus dem irdischen Leben geschieden. Sie starb im Vanderbilt-Ingram Cancer Center im Kreise ihrer Angehörigen“, teilte Pariseau mit.Lesen Sie auchUS-Präsident Donald Trump würdigte Parton als große Musikerin und Vorbild für Millionen von Menschen. Sie sei „eine der größten Countrysängerinnen aller Zeiten“ gewesen, erklärte Trump am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Der US-Präsident kündigte an, die Country-Ikone mit einer landesweiten Trauerbeflaggung zu ehren. „Ich ordne an, dass die amerikanische Flagge in den gesamten Vereinigten Staaten für eine Woche auf Halbmast gesetzt wird, beginnend heute Abend um 18 Uhr“, schrieb Trump. Partons Tod sei ein „Verlust für Millionen von Menschen“, schrieb Trump weiter. Er schloss seine Onlinebotschaft mit den Worten: „Ruhe in Frieden, Dolly! Die Welt liebt dich.“Trump hatte Parton während seiner ersten Amtszeit besondere Anerkennung gezollt und ihr zweimal die Presidential Medal of Freedom angeboten, sagte Parton einmal in einem Interview. „Ich konnte sie nicht annehmen, weil mein Mann krank war. Dann fragten sie mich erneut, und ich verzichtete jedoch wegen Covid aufs Reisen“, sagte sie 2021.Lesen Sie auchDie „Queen der Countrymusik“ wurde mit Hits wie „Jolene“ und der Ballade „I Will Always Love You“ bekannt, die in der Version von Whitney Houston zu einem der erfolgreichsten Hits aller Zeiten wurde.Erst im Mai hatte Parton eine für September geplante Konzertreihe in Las Vegas aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Die Auftritte in der Casino-Stadt im US-Bundesstaat Nevada sollten schon im vorigen Jahr stattfinden. Auch damals hatte die Sängerin die Show bereits wegen einer Erkrankung auf 2026 verschoben. Ihr Immun- und ihr Verdauungssystem seien in den letzten Jahren aus dem Gleichgewicht geraten und sie leide an Nierensteinen, teilte der Star damals mit.Geboren wurde Dolly Rebecca Parton am 19. Januar 1946 im US-Bundesstaat Tennessee in einer kleinen Holzhütte. Die Eltern und ihre insgesamt zwölf Kinder lebten in Armut. In der Kirche und zuhause wurde viel Musik gemacht und gesungen.Dabei zeigte sich schnell das Talent von Parton. Schon mit zehn Jahren trat sie in örtlichen Fernseh- und Radioshows auf. Als Teenager Dolly sang sie in der berühmten „Grand Ole Opry“-Show in Nashville. Nach dem Schulabschluss 1964 zog Parton ganz nach Nashville und begann ein Leben als Songwriterin und Musikerin. Ihre erste Single schaffte es 1967 nur auf Platz 24 der Country-Charts. Bis heute verkaufte sie weltweit jedoch mehr als 100 Millionen Tonträger und kam auf über eine Milliarde Online-Streams.Schauspielerin Jane Fonda „am Boden zerstört“US-Schauspielerin Jane Fonda hat mit großer Bestürzung auf den Tod von Parton reagiert. Sie sei „am Boden zerstört“, erklärte Fonda, die 1980 mit Parton in der Komödie „Warum eigentlich … bringen wir den Chef nicht um?“ mitgespielt hatte, am Dienstag auf Instagram. Die Oscar-Preisträgerin würdigte Parton als „verspieltes Südstaaten-Mädchen“ und schillernde Persönlichkeit – und hob neben ihren vielen künstlerischen Talenten auch ihr Leseförderprogramm für Kinder hervor.„Ich weiß, dass Millionen trauern, und ich möchte Folgendes sagen: Mehr als jede andere Person, die ich je gekannt habe, wird Dolly immer bei uns sein, weil sie so präsent, kraftvoll, großzügig und verspielt war, dass sie für immer in die Leben und Herzen von uns allen eingewoben ist“, schrieb Fonda.lay/saha mit AFP/AP/dpa