Zum Ende des Kabinettstreffens in Brandenburg beschwören Union und SPD eine gute Zukunft für Deutschland. Kanzler Merz will ein Ende der Verdrießlichkeit – und stellt sich gegen die Rentenwünsche der ostdeutschen Landeschefs.

26.08.2026, 13.21 Uhr

Vizekanzler Klingbeil (SPD), Bundeskanzler Merz (CDU), Innenminister Dobrindt (CSU) vor Schloss Neuhardenberg

Die Spitzen der schwarz-roten Regierung haben zum Abschluss ihrer Kabinettsklausur in Brandenburg für mehr Zuversicht in Deutschland geworben. »Wir müssen diesen weitverbreiteten Missmut abschütteln, der unser Land seit langer Zeit lähmt«, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach dem Treffen im Schloss Neuhardenberg. Es habe viele Beschlüsse beim Bürokratieabbau und bei der Digitalisierung gegeben, das Ziel sei Mittelstand, Landwirtschaft und Handwerk zu stärken. »Wir müssen raus aus diesem Klima der Verdrießlichkeit und des Verdrusses«, so der Kanzler.

Zugleich bekräftigte Merz die Abschaffung der »Rente mit 63«. Die vor der Sommerpause von der Rentenkommission vorgeschlagene Rentenreform werde sicher nicht eins zu eins umgesetzt, aber soll im Kern als Paket durchkommen. Dazu gehöre auch das Aus für die »Rente mit 63«. Im Sommer hatten sich die drei ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) und Mario Voigt (Thüringen) – auch mit Blick auf den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt – offen gegen die Pläne gestellt, also auch gegen Merz. Der Kanzler sagte nun, er war über die Wortmeldungen verwundert.