PfadnavigationHomeSportFußballZwei Neulinge dabeiDas sollten Sie zur Auslosung der Champions League wissenStand: 10:53 UhrLesedauer: 5 MinutenDer Linzer ASK feiert nach dem Duell gegen Celtic Glasgow den Sprung in die Champions LeagueQuelle: Reinhard Eisenbauer/Expa/APA/dpaEin 0:3 im Hinspiel und dann das „Wunder von Linz“ – dazu ein Debütant aus Aserbaidschan. Die neue Ligaphase in der Champions League startet mit zwei Außenseitergeschichten. Alles Wissenswerte zur Auslosung.Die Freude war groß, sehr groß. Denn wer hätte nach dem 0:3 im Hinspiel und dem frühen Gegentreffer im Rückspiel gedacht, dass das gegen Celtic Glasgow noch gut ausgehen würde? Ging es aber, denn der österreichische Meister Linzer ASK hat nach einer grandiosen Aufholjagd das erhoffte Wunder geschafft und erstmals die Ligaphase der Champions League erreicht. Das Team von Trainer Dietmar Kühbauer, der einst in der Bundesliga beim VfL Wolfsburg spielte (2000 bis 2002), gewann das Play-off-Rückspiel gegen Celtic Glasgow mit 5:1 (4:1, 1:1) nach Verlängerung und sicherte sich nach dem 0:3 im Hinspiel doch noch das Ticket für die Königsklasse.„Diese Leistung war für mich unglaublich, ich bin richtig stolz“, jubelte Trainer Didi Kühbauer: „Wir haben erreicht, dass wir im Konzert der Großen mitspielen dürfen. Dieses Herz, diese Liebe, diese Leidenschaft sind schon unglaublich. Die Jungs verdienen es, dass man sie lobt.“ Callum McGregor (21.) hatte Celtic in Führung gebracht, ehe Moses Usor (32.), Robert Ljubicic (48.), Samuel Adeniran (58.), Florian Flecker (90.) und abermals Adeniran (109.) für die Linzer trafen.Lesen Sie auchGroße Freude herrschte auch beim aserbaidschanischen Klub Sabah FK, der sich ebenfalls erstmals für die Königsklasse qualifizieren konnte. Nach dem 1:2 im Hinspiel lag Sabah gegen Hapoel Be’er Scheva im Rückspiel zweimal zurück, setzte sich am Ende aber mit 5:2 nach Verlängerung durch. Das Tor zum 5:2-Endstand erzielte Joy-Lance Mickels in der 109. Minute. Der Stürmer spielte einst für Alemannia Aachen, Carl Zeiss Jena und Wacker Nordhausen.Vertreter vom Linzer ASK und Sabah FK werden am Donnerstagabend dann also auch dabei sein, wenn sich im Grimaldi-Forum zu Monaco Europas Fußball-Prominenz zur Auslosung der Ligaphase der Champions League trifft.Wann und wo wird ausgelost?Von 18.00 Uhr an wird es in Monaco spannend. Die Zeremonie wird aus dem Fürstentum live bei DAZN, im ZDF-Stream, bei Sky und auf der Website des europäischen Verbandes Uefa übertragen. Europas Fußball-Verband veröffentlicht am Donnerstagmorgen um 8.30 Uhr weitere Details wie die Einteilung der Lostöpfe.Lesen Sie auchWer ist dabei – und welche deutschen Vereine?Erneut bilden 36 Mannschaften eine Liga, das Format wurde zur Saison 2024/25 eingeführt. Bisher stehen 32 Teams fest. Am Mittwochabend werden in den Rückspielen AEK Athen – Levski Sofia, NK Celje – Slovan Bratislava, Olympique Lyon – Fenerbahce Istanbul und Viking Stavanger – Dinamo Zagreb die letzten vier Plätze vergeben. Aus Deutschland sind der FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und der VfB Stuttgart dabei.In welchen Töpfen sind die deutschen Teams?Die deutschen Vertreter verteilen sich über alle Töpfe, was schon vor den letzten Playoff-Spielen feststeht. Die Bayern sind in Topf 1, Dortmund in Topf 2, Leipzig in Topf 3 und Stuttgart in Topf 4. Die Einteilung richtet sich nach dem Uefa-Klubkoeffizienten, der sich aus den Leistungen der vergangenen fünf Spielzeiten ergibt.Wie läuft die Auslosung ab?Die klassischen Kugeln mussten bereits vor zwei Jahren der Rechenleistung weichen. Gezogen wird nur der Klubname, die acht Gegner ordnet anschließend eine Software zu. Jedes Team bekommt aus jedem der vier Töpfe zwei Gegner – vier Spiele zu Hause, vier auswärts.Lesen Sie auchZwei Beschränkungen gelten: Klubs aus demselben Verband können nicht gegeneinander gelost werden. Kein Team trifft auf mehr als zwei Gegner aus demselben Land. Der gesamte Vorgang dauert dadurch nur wenige Minuten.Wie viel Bedeutung hat der Lostopf überhaupt noch?Der Einfluss der Topfzugehörigkeit ist durch die Ermittlung der Gegner etwas gesunken. War den Bayern früher klar, dass man auf keinen Gegner aus dem eigenen Topf treffen konnte, sind nun Spiele gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain oder Real Madrid schon in der Ligaphase möglich. Über die Schwere des Programms entscheiden die konkret gezogenen Klubnamen und nicht vorrangig, in welchem Topf man ist.Wie geht es nach der Auslosung weiter?Dann ist erst einmal Geduld gefragt. Natürlich kennt man die Gegner, aber den Spielplan mit den Terminen und Anstoßzeiten erfährt man spätestens am Samstag. Die Uefa wird über ihre Social-Media-Kanäle kurz vor der Veröffentlichung des Spielplans einen Hinweis ausspielen.Ab wann rollt der Ball?Die Ligaphase beginnt bereits am 8. September, der erste Spieltag erstreckt sich von Dienstag bis Donnerstag. Am 27. Januar endet die Ligaphase mit 18 zeitgleichen Spielen.Die besten acht Teams ziehen direkt ins Achtelfinale ein, die Plätze 9 bis 24 spielen in Play-offs (16./17. und 23./24. Februar 2027) die restlichen acht Plätze aus. Das Endspiel findet am 5. Juni 2027 im Estadio Metropolitano in Madrid statt.Wer überträgt die Spiele?An der Verteilung der TV-Rechte ändert sich in Deutschland zur Saison 2026/27 nichts. DAZN und Amazon Prime Video teilen sich die Live-Übertragungen der Champions League. Das Finale wird zusätzlich im ZDF im Free-TV und im kostenlosen Livestream gezeigt. Bei Prime Video läuft am Dienstag das Topspiel exklusiv, alle anderen Partien bei DAZN. Im Free-TV zeigt das ZDF am Mittwochabend Zusammenfassungen einiger Topspiele.Ab der Spielzeit 2027/28 benötigen Fußballfans dann ein weiteres Abo, denn die Medienrechte für die Königsklasse liegen dann bei Prime Video und Paramount+.Wie viel Geld wird von der Uefa ausgeschüttet?Jeder Klub erhält ein garantiertes Startgeld von 18,62 Millionen Euro. Pro Sieg in der Ligaphase, die über acht Spiele andauert, gibt es 2,1 Millionen Euro, für ein Remis 750.000 Euro. Für die ersten acht Mannschaften gibt es am Ende einen Bonus von zwei Millionen Euro, für die Teams von Rang neun bis 16 jeweils eine Million. Für das Erreichen der K.o.-Play-offs schüttet der europäische Verband pro Team eine Million Euro aus. Wer schließlich den Sprung ins Achtelfinale schafft, erhält elf Millionen Euro, für das Viertelfinale gibt es 12,5, für das Halbfinale 15 und für die Teilnahme am Finale 18,5.Wer ist der Rekordsieger?Die meisten Titel in der Champions League, die vor der Umbenennung 1992/93 Europapokal der Landesmeister war, gewann Real Madrid – insgesamt 15. Gefolgt vom AC Mailand mit sieben Titelgewinnen sowie dem FC Liverpool und dem FC Bayern mit jeweils sechs Titelgewinnen. Die deutschen Vereine Hamburger SV (1983) und Borussia Dortmund (1997) waren jeweils einmal erfolgreich.LaGa mit dpa