Linz (dpa) - Irgendwo zwischen „Märchen“ und „Hollywood-Film“ wähnte sich der glückselige Trainer Dietmar Kühbauer, als das große Fußball-Wunder von Linz geschafft war. „Dieses Herz, diese Liebe, diese Leidenschaft sind schon unglaublich“, sagte der Coach des österreichischen Meisters nach einer grandiosen Aufholjagd in den Champions-League-Playoffs gegen Celtic Glasgow. Für Mittelfeldspieler Sascha Horvath stand nach dem Königsklassen-Einzug fest: „Heute haben wir zusammen etwas Großes erreicht.“Kühbauer: Dürfen im Konzert der Großen mitspielen5:1 triumphierte der LASK nach Verlängerung, das rettende 4:1 fiel in der 90. Minute. Das Hinspiel verloren die Linzer 0:3, im Rückspiel lagen sie erst zurück. „Nach dem 0:1 sagst du: Pack die Geige ein!“, gestand der 55 Jahre alte Kühbauer laut der Nachrichtenagentur APA. Stattdessen drehte seine Elf so laut auf, dass der Trainer nun die nächste Tour plant: „Wir haben erreicht, dass wir im Konzert der Großen mitspielen dürfen.“Der Erfolgstrainer in Linz heißt Dietmar Kühbauer (M). Reinhard Eisenbauer/Expa/APA/dpaTore von Moses Usor (32. Minute), Robert Ljubicic (48.), Samuel Adeniran (58.) und Florian Flecker (90.) brachten die Linzer in die Verlängerung, nachdem Celtics Callum McGregor (21.) vorgelegt hatte. Adeniran (109.) sorgte mit seinem zweiten Treffer für pure Ekstase in der mit 19.080 Zuschauern ausverkauften Arena. Dass der Stürmer kurz darauf sogar noch einen Elfmeter verschoss, blieb eine Randnotiz.„Beim 4:1 ist das Dach fast weggeflogen“„Nach dem 2:1 haben sie großartig gespielt, Celtic war nicht mehr vorhanden“, sagte Kühbauer und bemerkte mit Blick auf die enthusiastischen LASK-Fans: „Beim 4:1 ist das Dach fast weggeflogen.“ In der 30-minütigen Zugabe habe es dann keine Zweifel mehr gegeben. „In der Verlängerung war mir bewusst, dassmeine Truppe an dem Tag besser war. Diese Leistung war für mich unglaublich, ich bin richtig stolz“, sagte der Chefcoach.Für die Linzer ist es die erste Champions-League-Teilnahme. Als erst zweites Team aus Österreich holten sie laut des Datendienstleisters Opta einen Drei-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel auf. Eine ähnliche Sternstunde war zuvor nur Rapid Wien gegen Dynamo Dresden geglückt. 5:0 nach 0:3 hieß es 1985 im Viertelfinal-Rückspiel des Europapokals der Pokalsieger.Ausgelassener Jubel: Die LASK-Spieler lassen sich von ihren Fans feiern. Reinhard Eisenbauer/Expa/ APA/dpaKühbauer: Real Madrid wäre wunderbarDer LASK darf sich nun auf ein Startgeld von mehr als 18 Millionen Euro und prominente Gegner freuen. Die Auslosung der Ligaphase erfolgt am Donnerstag. „Welche Mannschaften auch immer wir zugelost bekommen, es werden Weltklasse-Mannschaften sein. Und ich werde meinen Kindern eines Tages erzählen können, dass ich gegen die gespielt habe“, sagte Doppeltorschütze Adeniran.„Dass wir jetzt in der Champions League spielen, ist unglaublich. Jetzt heißt es einfach, jedes Spiel genießen und einfach die beste Zeit draus machen“, sagteTorhüter Lukas Neuwirth. Auch Kühbauer hofft auf weitere magische Europapokal-Nächte: „Wir nehmen eh das, wie es kommt. Und wenn Real Madrid dabei ist, wunderbar. Ich meine, die Champions League werden wir nicht gewinnen, das ist einmal gewiss. Aber wir wollen dann diese Spiele genießen mit dem Publikum.“© dpa-infocom, dpa:260826-930-583291/1
Wunder von Linz: „Nach dem 0:1 sagst du: Pack die Geige ein“
Linz (dpa) - Irgendwo zwischen „Märchen“ und „Hollywood-Film“ wähnte sich der glückselige Trainer Dietmar Kühbauer, als das große Fußball-Wunder von Linz geschafft war. „Dieses Herz, diese Liebe, diese Leidenschaft sind schon unglaublich“, sagte der Coach des österreichischen Meisters nach einer grandiosen Aufholjagd in den Champions-League-Playoffs gegen Celtic Glasgow. Für Mittelfeldspieler Sascha Horvath stand nach dem Königsklassen-Einzug fest: „Heute haben wir zusammen etwas Großes erreicht.“Kühbauer: Dürfen im Konzert der Großen mitspielen5:1 triumphierte der LASK nach Verlängerung, das rettende 4:1 fiel in der 90. Minute. Das Hinspiel verloren die Linzer 0:3, im Rückspiel lagen sie erst zurück. „Nach dem 0:1 sagst du: Pack die Geige ein!“, gestand der 55 Jahre alte Kühbauer laut der Nachrichtenagentur APA. Stattdessen drehte seine Elf so laut auf, dass der Trainer nun die nächste Tour plant: „Wir haben erreicht, dass wir im Konzert der Großen mitspielen dürfen.“Der Erfolgstrainer in Linz heißt Dietmar Kühbauer (M). Reinhard Eisenbauer/Expa/APA/dpaTore von Moses Usor (32. Minute), Robert Ljubicic (48.), Samuel Adeniran (58.) und Florian Flecker (90.) brachten die Linzer in die Verlängerung, nachdem Celtics Callum McGregor (21.) vorgelegt hatte. Adeniran (109.) sorgte mit seinem zweiten Treffer für pure Ekstase in der mit 19.080 Zuschauern ausverkauften Arena. Dass der Stürmer kurz darauf sogar noch einen Elfmeter verschoss, blieb eine Randnotiz.„Beim 4:1 ist das Dach fast weggeflogen“„Nach dem 2:1 haben sie großartig gespielt, Celtic war nicht mehr vorhanden“, sagte Kühbauer und bemerkte mit Blick auf die enthusiastischen LASK-Fans: „Beim 4:1 ist das Dach fast weggeflogen.“ In der 30-minütigen Zugabe habe es dann keine Zweifel mehr gegeben. „In der Verlängerung war mir bewusst, dassmeine Truppe an dem Tag besser war. Diese Leistung war für mich unglaublich, ich bin richtig stolz“, sagte der Chefcoach.Für die Linzer ist es die erste Champions-League-Teilnahme. Als erst zweites Team aus Österreich holten sie laut des Datendienstleisters Opta einen Drei-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel auf. Eine ähnliche Sternstunde war zuvor nur Rapid Wien gegen Dynamo Dresden geglückt. 5:0 nach 0:3 hieß es 1985 im Viertelfinal-Rückspiel des Europapokals der Pokalsieger.Ausgelassener Jubel: Die LASK-Spieler lassen sich von ihren Fans feiern. Reinhard Eisenbauer/Expa/ APA/dpaKühbauer: Real Madrid wäre wunderbarDer LASK darf sich nun auf ein Startgeld von mehr als 18 Millionen Euro und prominente Gegner freuen. Die Auslosung der Ligaphase erfolgt am Donnerstag. „Welche Mannschaften auch immer wir zugelost bekommen, es werden Weltklasse-Mannschaften sein. Und ich werde meinen Kindern eines Tages erzählen können, dass ich gegen die gespielt habe“, sagte Doppeltorschütze Adeniran.„Dass wir jetzt in der Champions League spielen, ist unglaublich. Jetzt heißt es einfach, jedes Spiel genießen und einfach die beste Zeit draus machen“, sagteTorhüter Lukas Neuwirth. Auch Kühbauer hofft auf weitere magische Europapokal-Nächte: „Wir nehmen eh das, wie es kommt. Und wenn Real Madrid dabei ist, wunderbar. Ich meine, die Champions League werden wir nicht gewinnen, das ist einmal gewiss. Aber wir wollen dann diese Spiele genießen mit dem Publikum.“© dpa-infocom, dpa:260826-930-583291/1






