Die Ankündigung klingt vielversprechend: „Welche Lehren muss Frankfurt aus dem Hitzesommer 2026 ziehen?“ Diese Frage hat sich Frankfurts Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodriguez zum Ende der Sommerpause gestellt – zum richtigen Zeitpunkt. Schließlich liegen rund drei Monate mit Extremtemperaturen, tagsüber wie auch nachts, und einer kaum vorstellbaren Trockenheit hinter uns. Die Antwort, die sich und anderen die Grünen-Politikerin auch gleich gegeben hat, fällt allerdings ernüchternd aus. „Die Stadt muss bei der Klimaanpassung schneller, strategischer und konsequenter Handeln“, teilt sie der interessierten Öffentlichkeit mit. Und stellt Forderungen: Die Stadt brauche mehr Grün und Stadtbäume, mehr Entsiegelung an sogenannten Hitze-Hotspots und einen weiteren Ausbau der öffentlichen Trinkbrunnen. Zudem müsse die Stadt die bestehenden Grünstrukturen schützen. Und die Dezernentin hebt dann noch einmal hervor: „Wenn wir jetzt nicht entschlossen handeln, wird die Anpassung an die Klimakrise selbst zur Überforderung.“Doch wen meint die Grünen-Politikerin, wenn sie von „wir“ und „von der Stadt“ spricht? Man könnte darauf philosophisch und vielleicht auch politisch antworten: Die Stadt, das sind wir alle oder zumindest diejenigen, die in der Großstadt leben. Doch noch haben die Bürger nicht die Hoheit über den öffentlichen Raum, auch wenn sich manche das wünschen. Längst gibt es ja Initiativen wie jene, die das Anlegen von Miniwäldchen durchgesetzt hat und diese pflegen und betreuen, es gibt Bürger, die sich zusammengetan haben, um auf Entsiegelungen zu pochen, auch wenn es am Ende nur wenige Quadratmeter sind. Immerhin haben die Frankfurt beim bundesweiten „Abpflastern“-Wettbewerb 2025 zum Sieger in der Kategorie Großstädte gemacht.Aber noch ist es ja wohl die politische Führung der Stadt, die mithilfe der Stadtverwaltung erarbeiten sollte, wo nun definitiv in den vergangenen Wochen die Hotspots gelegen haben und wie viele Bäume dort so schnell wie möglich gepflanzt werden können. Und sei es nur in Hochbeeten, weil sich unter ihnen vielfach Leitungen und Kanäle befinden. Auch die Installation öffentlicher Trinkbrunnen oder der angekündigten fünf Nebelduschen für den nächsten Sommer kann kein Bürger übernehmen. Das ist Aufgabe und Verantwortung der Klima- und Umweltdezernentin. Sie muss handeln, damit die Frankfurter den nächsten Sommer erträglich und gesund überstehen, die Lebensqualität in Frankfurt in den Sommerwochen nicht zum Erliegen kommt.
Klima-Anpassung in Frankfurt: Was Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodriguez tun muss
Es ist Zeit, Bilanz dieses Hitzesommers zu ziehen. Das tut Frankfurts Klimadezernentin Tina Zapf-Rodriguez, zieht aber nicht die richtigen Schlussfolgerungen.









