Ein älterer Mann in Paris: Bei fast 40 Grad hat der Weg durch die Stadt seinen Reiz schnell verloren. Foto: IMAGO/NurPhotoEndlich Regen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mit diesen Worten einmal ein Editorial anfange. Aber nach diesem Hitze- und Dürresommer sollte man nicht nur stöhnen und schwitzen, sondern sich zu neuen Gedanken zwingen.Der Blick auf die leeren Flüsse, staubigen Wege, verbrannten Wiesen und vor allem die Bäume schmerzt: Ihre Wipfel sehen aus wie Anfang Oktober, nur dass sie nicht rot und gelblich schimmern, sondern braun und vertrocknet sind. „Wir werden erst in einigen Jahren sehen, wie viele Bäume sterben“, sagte mir dieser Tage ein Förster.Was haben Sie nach Ihrem Urlaub gedacht? Ich habe mich gefragt, wie lange wir noch bei 38 bis 40 Grad durch Städte wie Paris, Florenz oder Madrid gehen wollen, ach was, uns schleppen durch dampfende Gassen, von Schatten zu Schatten und so tun, als sei das immer noch ein schönes Erlebnis. Und am Abend erschöpft Berichte über „Coolcation“ in Norwegen lesen.Nach solchen extremen Phasen beginnt die Hitze nach der Hitze: Es folgen zwei typische Reaktionen, und beide halte ich für falsch und wenig ergiebig. Eine geschieht aus Panik, die andere aus Trotz. Die eine verfällt in symbolischen Aktionismus, die andere verbarrikadiert sich.Die eine ist der klagende Klimachor: Diese Stimmen fordern nun, man müsse den Klimaschutz endlich im Grundgesetz verankern. Noch schneller noch mehr Windräder bauen. Und E-Auto-Ladesäulen.
Dürre und Hitze: Und was denken Sie so über den Hitzesommer?
Klimaschutz ins Grundgesetz! Ach, das war doch nur das Wetter! Wieder einmal überschlagen sich panische und trotzige Reaktionen auf die Dürre. Was in der Debatte fehlt. Ein Kommentar.








