PfadnavigationHomePanorama„Markus Lanz“Frei nennt Umfragewerte für Union „schrecklich“ – Rückzug von Merz aber nie ein ThemaStand: 01:24 UhrLesedauer: 2 MinutenThorsten Frei, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im BundestagQuelle: Michael Kappeler/dpaDer Unionsfraktionschef springt in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ seinem Bundeskanzler zur Seite. Auf die Frage, ob Merz trotz aller Kritik noch nie über einen Rückzug nachgedacht habe, antwortet Thorsten Frei mit „Nein“ – und verweist auf schwierige Rahmenbedingungen.Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach Darstellung von Unionsfraktionschef Thorsten Frei trotz aller Kritik noch nie über einen Rückzug nachgedacht. „Nein“, sagte der CDU-Politiker auf eine entsprechende Frage in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. Ein solcher Schritt sei nie ein Thema gewesen, so Frei, der als Kanzleramtschef bis zum Juli die rechte Hand des Kanzlers war.Merz ist laut einem Ranking des Meinungsforschungsinstituts Insa aktuell der unbeliebteste Politiker Deutschlands. Auch in der Sonntagsfrage musste die Union einen Dämpfer hinnehmen. Die AfD konnte in der Umfrage 0,5 Prozentpunkte zulegen und kommt nun auf 29 Prozent.Frei wies darauf hin, dass die innen- und außenpolitischen Herausforderungen enorm groß seien. Daran würde sich ja auch nichts ändern, wenn ein anderer vor diesen Aufgaben stehe. Er räumte ein, dass die Umfragewerte „schrecklich“ seien. Trotzdem sei die CDU nach wie vor die erfolgreichste christdemokratische Partei Europas. Aber die Rahmenbedingungen seien denkbar schwierig.Die zentrale Frage ist aus Sicht von Frei, ob die schwarz-rote Koalition die Kraft hat, im Herbst die geplanten Reformen auf den Weg zu bringen. Die Vorschläge der von der Regierung eingesetzten Rentenkommission bezeichnete er als bahnbrechend, die geplante Reform als ein Jahrhundertprojekt. Es handle sich um einen Kompromiss – nicht nur zwischen politischen Parteien, sondern auch zwischen den Generationen.„Das ist jetzt eben kein Menü, das vor uns liegt, wo man den einen Punkt rausgreift und den anderen liegen lässt“, betonte Frei. Nötig sei jetzt die politische Kraft, auch die unangenehmen Entscheidungen mitzutragen.dpa/saha