PfadnavigationHomePanoramaKriminalitätWegen „Betrug“USA wollen bis zu 200.000 Ausländern ihre Visa entziehenStand: 21:09 UhrLesedauer: 2 MinutenUnter US-Präsident Donald Trump haben sich die US-Einreiseregeln verschärftQuelle: AP Photo/Alex BrandonDie USA wollen gegen „Betrug“ bei der Einreise vorgehen und tausende Visa entziehen. Betroffen sind hauptsächlich Menschen, die mit Touristen- oder Geschäftsvisum kamen und später Asyl beantragt haben.Die USA wollen tausenden Ausländern ihre Visa entziehen. Das Außenministerium erklärte am Dienstag in Washington, die Regierung von Präsident Donald Trump wolle damit gegen „Betrug“ vorgehen. Betroffen sind Menschen, die mit einem Touristen- oder Geschäftsvisum in die USA eingereist sind und dann vor Ort Asyl beantragt haben. Medien berichteten über bis zu 200.000 Fälle.Die Visa mit den Bezeichnungen B1 und B2 seien „für Personen bestimmt, die in ihre Heimat zurückkehren wollen“, erklärte der Sprecher von US-Außenminister Marco Rubio, Tommy Pigott. „Ein Visum zu beantragen, um dann einen Asylantrag zu stellen, ist Betrug – und stellt einen Grund für den Entzug des Visums dar.“Lesen Sie auchZur Zahl der womöglich Betroffenen äußerte sich der Sprecher nicht. Der Prozess sei „fortlaufend“, und die Zahl der Betroffenen werde sich „dynamisch“ erhöhen, hieß es lediglich. Visa seien ein Privileg und kein Recht.Deutsche Staatsbürger benötigen für bis zu 90-tägige Aufenthalte in den USA kein Visum. Für sie reicht eine elektronische Einreisegenehmigung (Esta), die vor Reiseantritt über die offizielle Webseite oder App der US-Regierung beantragt werden muss.Wer länger als 90 Tage bleiben will, braucht ein B1-Visum für Geschäftsreisen oder ein B2-Visum für Tourismus. Diese Visa sind kostenpflichtig und müssen über die US-Konsulate oder die zuständige Botschaft beantragt werden.Seit Trumps erneutem Amtsantritt im Januar 2025 hat seine Regierung das Vorgehen gegen Zuwanderer massiv verschärft. Davon betroffen sind hunderttausende Menschen, die sich bisher illegal oder auch legal in den Vereinigten Staaten aufhielten.Lesen Sie auchDerweil werden aber auch die Visa-Regeln für Journalisten verschärft. Nach dem Willen des US-Heimatschutzministeriums werden die Visabestimmungen unter anderem für Korrespondenten deutlich geändert. Künftig werden die Visa für Medienschaffende nur noch für maximal 240 Tage statt für fünf Jahre ausgestellt. Auch hier will die US-Regierung nach eigenen Angaben Betrug reduzieren. Die neuen Regeln, die bereits im Spätsommer 2025 bekannt wurden, sollen zum 15. September 2026 in Kraft treten. AFP/lay