Die Außenpolitik des US-Präsidenten lässt Verbündete in Asien an der Zuverlässigkeit der USA zweifeln. Für China ist das ein unverhofftes Geschenk.
US-Soldaten nehmen am 18. August an einem Fluss nahe der Grenze zu Nordkorea am Militärmanöver „Ulchi Freedom Shield“ teil
Ahn Young-joon/AP/dpa
Zynisch könnte man sagen: Immerhin hat Donald Trump in nur wenigen Wochen Bewegung in die seit Jahren verhärteten Fronten auf der koreanischen Halbinsel gebracht. Doch die Dynamik, die der US-Präsident auslöst, lässt sich kaum als kohärente Strategie begreifen. Stattdessen hat er ein brandgefährliches Chaos hinterlassen, dessen Folgen bislang nicht abzusehen sind.
Was ist passiert: Nachdem Trump im August die wichtigsten US-südkoreanischen Militärübungen ohne Absprache um die Hälfte kürzen lassen hatte, haben die USA inzwischen auch die für September geplante amphibische Landeübung „Ssangyong“ gestrichen. Laut Südkoreas Streitkräften begründeten die USA ihren Entschluss mit Engpässen im Zusammenhang mit dem Irakkrieg.












