Das Büro von Reint Gropp, 59, liegt nicht weit vom Marktplatz in Halle. Der Ökonom, der auch an der Uni in Magdeburg lehrt und in Leipzig wohnt, ist Chef des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), eines der fünf großen Wirtschaftsinstitute in Deutschland. Gropp ist für unbequeme Ansichten bekannt. Er war immer strikt gegen die Fördermilliarden für den Chipkonzern Intel. Kurz vor der Landtagswahl kritisiert er nun die AfD hart. Falls die an die Macht käme, könnte das Wirtschaftswachstum in Sachsen-Anhalt um ein halbes bis ein Prozent pro Jahr sinken – vor allem wegen der fremdenfeindlichen Rhetorik der Partei.