SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach soll seine Partei bei der anstehenden Berlin-Wahl aus dem Tal der Tränen führen. Besonders gut sieht es nicht aus.

Steffen Krach muss jetzt was essen. Der Landesvorsitzende und Spitzenkandidat der Berliner SPD ist seit acht Stunden unterwegs. Gut siebeneinhalb Stunden liegen an diesem Sommernachmittag noch vor ihm. So geht das seit Wochen. So geht das noch Wochen. Bis zur Wahl des Landesparlaments am 20. September.

Selbst beim Joggen rede er mit seinen Mitjoggern über Politik und den Wahlkampf, sagt Krach. Nun wird der 47-Jährige in einer kleinen Pizzeria im abgeranzten Berliner Ortsteil Wedding eine Stunde über Politik und den Wahlkampf reden. Omelette mit Schinken und Salat.

Sprechen über den Wahlkampf, heißt bei Krach auch: sprechen über die Beschlüsse der eigenen Ge­nos­s:in­nen in der schwarz-roten Bundesregierung. Von den Kürzungen beim Wohngeld bis zur Gesundheitsreform: „Das ist Mist und sozial nicht ausgewogen. Da habe ich eine klare Position zu“, sagt er.