Linke und CDU liefern sich im Wahlkampf ein Wettrennen um Platz eins. Ganz hinten liegt die SPD. Was heißt das für Spitzenkandidat Steffen Krach?

Früher Nachmittag auf der Schloßstraße in Steglitz. Vor einem Pärchen am Stehtisch eines Imbisses taucht plötzlich Steffen Krach auf. Der jugendlich wirkende Mann mit dem Kurzhaarschnitt schiebt den beiden gut gelaunt einen Flyer zu. „Mein Berlin-Verprechen“ ist darauf zu lesen. Es ist ein 100-Tage-Programm mit elf Versprechen, die Steffen Krach in Aussicht stellt. Punkt 1: „Keine Baustellen-Einrichtung ohne Aktivität“.

An der Partei Willy Brandts hängt inzwischen die Rote Laterne. Sie flackert nur noch schwach

Im wohlhabenden Südwesten Berlins hat Steffen Krach, der Spitzenkandidat der SPD für die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September, wenig Probleme, ins Gespräch zu kommen. Auch das Pärchen hört ihm zu. Der Mann ist Berliner, lebt mit seiner Frau in Chile. Krach rät ihm, Briefwahl zu beantragen. Dann zieht er weiter.