PfadnavigationHomePanoramaBulgarien 2027Niederländischer Sender will erneut Eurovision Song Contest boykottierenStand: 16:30 UhrLesedauer: 2 MinutenDer ESC wird 2027 in Burgas in Bulgarien ausgetragenQuelle: AP Photo/Valentina PetrovaDer ESC-Streit um die Teilnahme Israels geht weiter: Der niederländische Sender Avrotros will auch 2027 nicht am Wettbewerb teilnehmen, wie er mitteilte. Dennoch könnten die Niederlande beim ESC vertreten sein.Der niederländische öffentlich-rechtliche Sender Avrotros will sich auch im kommenden Jahr nicht am Eurovision Song Contest beteiligen. Der europäische Musikwettbewerb könne nicht mehr als neutral angesehen werden, solange ein teilnehmendes Land weiterhin in einen großangelegten militärischen Konflikt verwickelt sei, teilte der Sender mit und bezog sich damit auf das militärische Vorgehen Israels im Gazastreifen.„Der Eurovision Song Contest wurde ursprünglich ins Leben gerufen, um Menschen und Länder zusammenzubringen“, teilte Avrotros-Generaldirektor Taco Zimmerman mit. Internationale Konflikte beeinflussten jedoch zunehmend den Wettbewerb und untergrüben seinen neutralen Charakter. „Der Eurovision Song Contest ist daher zu einer Plattform der Spaltung geworden.“Avrotros ist seit Langem mit dem ESC verbunden. Der Sender teilte mit, er überlasse die Entscheidung über eine mögliche niederländische Teilnahme am ESC 2027 dem öffentlich-rechtlichen Rundfunkveranstalter NPO.Lesen Sie auchAnderer Sender könnte einspringenESC-Direktor Martin Green teilte mit, die Organisation bedauere die Entscheidung von Avrotros. Der ESC werde jetzt den Dialog mit NPO über die Möglichkeiten der Teilnahme eines anderen Senders fortsetzen. „Wir hoffen sehr, dass das Publikum und die Künstler in den Niederlanden weiterhin beim Eurovision Song Contest vertreten sein können“, erklärte Green.NPO teilte mit, man respektiere die Entscheidung von Avrotros und werde jetzt über den ESC des kommenden Jahres beraten. Noch sei es aber zu früh, um sich zu den nächsten Schritten zu äußern.Lesen Sie auchWie Avrotros hatten Rundfunkanstalten in Island, Irland, Slowenien und Spanien aufgrund der Teilnahme Israels auf den diesjährigen Wettbewerb verzichtet.Lesen Sie auchAvrotros forderte laut eigenen Angaben die Europäische Rundfunkunion (EBU) auf, transparente Regeln für die Teilnahme von Ländern festzulegen, die in militärische Konflikte verwickelt sind. Die kürzlich von der EBU angekündigten Änderungen vermittelten kein ausreichendes Vertrauen, dass der unabhängige und neutrale Charakter des Eurovision Song Contests wiederhergestellt worden sei, erklärte der Sender.Die in Genf ansässige EBU – ein Zusammenschluss öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten aus 56 Ländern, der den Eurovision Song Contest organisiert – äußerte sich zunächst nicht.Lesen Sie auchAvrotros nannte in seiner Mitteilung Israel nicht namentlich. Der Sender erklärte jedoch, das Leid im Gazastreifen und die anhaltenden Einschränkungen der Pressefreiheit hätten in den vergangenen Jahren zu zunehmenden Spaltungen rund um den Eurovision Song Contest beigetragen.Der Wettbewerb wurde 1956 ins Leben gerufen, unter anderem um zur Versöhnung des nach dem Zweiten Weltkrieg zerrütteten Kontinents beizutragen. Israel nimmt seit 1973 am Eurovision Song Contest teil. In diesem Jahr gewann die bulgarische Sängerin Dara mit ihrer Partyhymne „Bangaranga“.AP/nw
Bulgarien 2027: Niederländischer Sender will erneut Eurovision Song Contest boykottieren - WELT
Der ESC-Streit um die Teilnahme Israels geht weiter: Der niederländische Sender Avrotros will auch 2027 nicht am Wettbewerb teilnehmen, wie er mitteilte. Dennoch könnten die Niederlande beim ESC vertreten sein.












