Zum Ende der Sommerpause wächst der Druck auf die Koalition: Der Mittelstandsverband BVMW verlangt von Kanzler Merz klare Führung, die SPD warnt vor neuen Grundsatzdebatten.
24.08.2026, 07.24 Uhr
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)
Seine umstrittenen Personalentscheidungen und erneuter Reformstreit hatten Friedrich Merz im Juli massiv unter Druck gesetzt, auch in den eigenen Reihen. Dann war erst einmal Sommerpause. Doch kaum neigt sich die dem Ende zu, zeigt sich: Von Entspannung kann für den Kanzler keine Rede sein.
Eine deutliche Ansage kommt aus dem Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW). Dessen Chef Christoph Ahlhaus rief Merz dazu auf, in der Koalition stärker durchzugreifen, sonst drohe ein Bruch des Regierungsbündnisses. »Durch das Zerreden wichtiger Reformen – sei es bei der Rente mit 63 oder im Gesundheitssektor – wird das Vertrauen der Bürger und der Wirtschaft restlos zerstört«, sagte Ahlhaus der »Neuen Osnabrücker Zeitung« . »Wenn der Kanzler mit dem Ende der Sommerpause nicht sehr schnell zu einer maßgeblichen, klaren Führung zurückfindet, droht die Koalition mittelfristig auf die ein oder andere Weise auseinanderzufallen.«










