Irland war einmal Spitze beim europäischen Kampfsingen und Dublin internationale Hauptstadt der Spione. Lang, lang ist’s her …
D ie Iren können heutzutage weder singen noch spionieren. Die jüngsten Auftritte beim europäischen Kampfsingen, dem European Song Contest (ESC), waren entmutigend, und nun gab es für Irland auch in Sachen Spionage null Punkte.
Das geht aus einer Umfrage des französischen Nachrichtenmagazins L’Express hervor. Die Zeitschrift hat einen „vom Ballon d’Or im Fußball oder vom Eurovision Song Contest inspirierten“ Wettbewerb veranstaltet, bei dem die Geheimdienste der europäischen Länder gegeneinander antraten. Die Jury bestand aus 60 „Geheimdienstexperten“, darunter 17 amtierende oder ehemalige Geheimdienstchefs sowie Vertreter der CIA und des Mossad. Sie sollten die Top-Fünf-Geheimdienste wählen, die Punkte wurden entsprechend verteilt.
Gewonnen hat Großbritannien. „Der MI6 ist außergewöhnlich“, sagte Robert Gorelick, ein ehemaliger CIA-Mitarbeiter. Der Dienst sei gut darin, Maulwürfe zu rekrutieren, und er habe „eine Vorliebe für hinterhältige Taktiken“.
Der irische Militärgeheimdienst (IMIS) hingegen residiert im hinteren Teil einer Kaserne, der von einem vier Meter hohen Zaun umgeben und mit einer Antennenanlage gekrönt ist. Geheim ist der Standort nicht, auf dem Klingelschild am Eingang steht „Seirbhís Faisnéise Míleata na hÉireann“ über einem Bild von zwei Fischen, die den Lachs des Wissens symbolisieren. Da der Dienst aber keine Agenten im Ausland einsetzt, kann er sich für das Wissen nicht auf Fische verlassen, sondern ist auf befreundete Nachrichtendienste angewiesen.







