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Iran-Krieg: Irans Präsident räumt wirtschaftliche Schwierigkeiten ein Live-Blog Syrien und Israel sprechen offenbar unter US-Vermittlung über Deeskalation +++ Iran meldet Fund von großem Erdgasfeld im Süden des Landes +++ Iran warnt USA vor Bumerang-Effekt bei Wirtschaftskrieg +++ Der Newsblog.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian: Er beschwört die Widerstandskraft und Stärke des Landes, spricht aber auch die vielen Probleme an. Foto: Shadati/XinHua/dpaUS-Botschafter relativiert Aussagen zu Golan-HöhenDer US-Botschafter in der Türkei und Sondergesandte für Syrien, Tom Barrack, hat seine Aussagen zu den Golan-Höhen relativiert. Barrack hatte in einem Interview am Freitag gesagt, dass Israel nach wie vor die Golan-Höhen besetze und damit gegen Resolutionen der Vereinten Nationen verstoße. Damit hatte er der Position von US-Präsident Donald Trump zu dem umstrittenen Gebiet widersprochen. Nun erklärte Barrack, dies sei eine Beschreibung des historischen Status des Gebiets gewesen, „keine Unterstützung der Position der Vereinten Nationen“ zu den Golan-Höhen.„Die Politik der Vereinigten Staaten zu den Golan-Höhen wurde 2019 von Präsident Trump festgelegt und ist unverändert“, sagte er der AP am Sonntag.Agentur: Syrien und Israel sprechen unter US-Vermittlung über DeeskalationSyrien und Israel führen nach Angaben der syrischen staatlichen Nachrichtenagentur Sana unter US-Vermittlung hochrangige Gespräche in Jordanien. Ziel des Treffens sei es, die Spannungen nach den jüngsten israelischen Angriffen auf syrisches Gebiet abzubauen, meldet die Agentur unter Berufung auf diplomatische Kreise im Außenministerium in Damaskus. An den Gesprächen nehmen demnach der syrische Außenminister und Geheimdienstchefs sowie eine israelische Delegation teil. Im Mittelpunkt stehe die Frage, wie israelische Angriffe und Festnahmen gestoppt werden könnten. Syrien bekräftige, dass die Golanhöhen besetztes syrisches Gebiet seien und eine Diskussion über deren endgültigen Status verfrüht sei. Oberste Priorität habe der Rückzug der israelischen Truppen auf die Linien vor dem 8. Dezember 2024 sowie die vollständige Umsetzung des Truppenentflechtungsabkommens von 1974.Irans Präsident räumt wirtschaftliche Schwierigkeiten einVor dem Hintergrund der US-Androhung eines Wirtschaftskriegs hat der iranische Präsident Massud Peseschkian Schwierigkeiten im Land eingeräumt, insbesondere mit Blick auf die wirtschaftliche Lage. Die Regierung setze sich dafür ein, die Inflation zu senken, sagte Peseschkian in einer Rede, wie aus einer Mitteilung auf der offiziellen Webseite des Präsidenten hervorgeht. Peseschkian sprach demnach auch von „erheblichen Ungleichgewichten“ in der Versorgung mit Wasser, Strom, Gas und Benzin sowie in der Umwelt und im Bankensektor, die seine Regierung „geerbt“ habe. Seit seinem Amtsantritt habe das Land mit einer Kombination aus Krieg, Sanktionen, politischem Druck und Attentaten zu kämpfen gehabt. Iran warnt USA vor Bumerang-Effekt bei WirtschaftskriegDer iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat die USA angesichts der von Washington geplanten verschärften Sanktionen gegen die Islamische Republik vor einem Bumerang-Effekt gewarnt. Auf der Plattform X teilte er einen Comic, der insinuierte, dass der von Washington angekündigte Wirtschaftskrieg die USA selbst treffen werde.US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch angekündigt, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran drastisch erhöhen zu wollen. Er sprach von einem „wirtschaftlichen D-Day“ für den Iran. Er drohte auch Unterstützern Teherans mit drakonischen Maßnahmen. Details zu seinen Plänen lieferte Trump zunächst nicht. US-Finanzminister Scott Bessent will am Montag auf einer Pressekonferenz über das Vorhaben informieren und sprach von den „härtesten Sanktionen der Geschichte“, die man verhängen wolle.Israel droht Hamas mit Ausweitung der Angriffe im GazastreifenIsrael droht der Hamas mit einer Ausweitung der Angriffe im Gazastreifen. Sollte der Einsatz von Drohnen, Ballons und Drachen aus dem Küstengebiet in Richtung Israel nicht umgehend aufhören, werde man die Militärschläge intensivieren und Zivilisten auffordern, bestimmte Gebiete zu verlassen, teilt das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit.Pakistans Militärchef reist für Vermittlungen nach TeheranEine pakistanische Delegation unter Führung von Militärchef Asim Munir soll am Montag nach Teheran reisen. Das berichtete das iranische Staatsfernsehen am Sonntag unter Berufung auf den iranischen Außenamtssprecher Ismail Baghai. Regierungsvertreter aus der Region sagten der Nachrichtenagentur AP, der Besuch sei Teil der Bemühungen Pakistans, zu einer Deeskalation zwischen dem Iran und den USA beizutragen und die beiden Seiten wieder an den Verhandlungstisch zu führen.Iran weist US-Drohung mit Wirtschaftssanktionen zurückIrans Außenminister Abbas Araghtschi hat die Androhung neuer US-Sanktionen als Zeichen der Verzweiflung zurückgewiesen. US-Finanzminister Scott Bessent hatte gedroht, die „härtesten Sanktionen der Geschichte“ gegen den Iran zu verhängen. Er will sich am Montagabend vor der Presse äußern. Araghtschi sagte in einem auf Telegram veröffentlichten Video, die USA seien verzweifelt. Washington müsse mit dem Iran respektvoll sprechen, um eine Lösung zu finden. „Alle ihre Aktionen - ob Blockaden oder andere militärische Schritte - sind gescheitert, und auch diese neue Sache von ihnen wird scheitern.“Iran: Haben großes Erdgasfeld im Süden des Landes entdecktDer Iran hat nach offiziellen Angaben im Süden der Provinz Fars ein neues Erdgasfeld mit Reserven von mehr als 212 Milliarden Kubikmetern entdeckt. Ausgehend von Schätzungen ließen sich voraussichtlich rund 161 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus dem Feld gewinnen, zitierten Staatsmedien am Sonntag Ölminister Mohsen Paknedschad. Da es sich um Süßgas handele, fielen zudem die Erschließungs- und Betriebskosten geringer aus. Süßgas enthält keinen oder nur wenig Schwefelwasserstoff und ist damit leichter zu verarbeiten.Die Entdeckung fällt in eine Zeit, in der der Iran mit den wirtschaftlichen Folgen des Krieges gegen Israel und die USA ringt. Die Regierung in Teheran setzt derzeit ihre Energieinfrastruktur instand, die durch Angriffe beschädigt wurde. Seit Kriegsbeginn Ende Februar ist die Erdgasproduktion um etwa 230 Millionen Kubikmeter pro Tag gesunken. Vor dem Konflikt hatte der Iran nach eigenen Angaben rund 650 Millionen Kubikmeter täglich gefördert. Im Juli hatte ein hochrangiger Regierungsvertreter erklärt, die Kapazität solle in den kommenden Monaten um etwa 100 Millionen Kubikmeter am Tag wiederhergestellt werden.Israelische Angriffe im Gazastreifen - Kind unter den TotenBei zwei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen kommen palästinensischen Angaben zufolge mindestens zwei Menschen ums Leben. Sieben weitere Personen werden demnach verletzt. Unter den Toten ist den Angaben zufolge auch ein vierjähriger Junge. Das israelische Militär teilt mit, es prüfe die beiden Angriffe.Iranischer Präsident will Pattsituation überwindenDer iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich dafür ausgesprochen, ausgehend von der Rahmenvereinbarung mit den USA auf eine Lösung des Konflikts im Nahen Osten hinzuarbeiten. Derzeit befinde man sich in einer Pattsituation, in der weder Krieg noch Frieden herrsche, und die Absichtserklärung sei der beste Weg daraus herauszukommen, sagte Peseschkian in einer Rede, aus der die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Sonntag zitierte.












