Überall in Berlin sind nun wieder diese braun gebrannten Menschen zu sehen: Sind es Hierbleiber, die sich bei 35 Grad im Treptower Park geaalt haben? Oder Urlauber, die in Kroatien, auf Malle oder in Thailand brutzelten. Viele der Reisenden werden die gleiche Erfahrung gemacht haben, als sie wieder ihre Berliner Wohnung betraten und überrascht gesagt haben: „Hier ist ja richtig schön Platz.“Denn anders als in vielen Ferienwohnungen oder Hotelzimmern gibt es zu Hause reichlich Stauraum: Schränke, Bügel, Regale. Man stolpert nicht über die Schuhe, die nur Platz vor dem Herd hatten, man bleibt nicht nachts am Koffer hängen, der im 45-Zentimeter-Spalt zwischen Bett und Wand stand.

Kolumne

Wer hat da an der Uhr gedreht? Angriff aus Russland oder eine Verschwörung der KI?

Eine Berliner Durchschnittswohnung ist gar nicht so klein: 38 Quadratmeter pro Nase, sagt die Statistik. In Tokio sind es 20, in Hongkong nur 16 – das ist immerhin fast doppelt so viel, wie eine Person im Hotelzimmer hat.

Wer in Berlin dann noch das Glück hat, älter zu sein und einen jahrzehntealten Mietvertrag sein Eigen zu nennen, kann den Luxus von so viel umbauter Luft sogar noch bezahlen, obwohl alle drei Jahre die Mieterhöhung kommt.