Bei Isisizsess, mit dem Glannachopf und dem Fulfirst (2383 m). Heinz Staffelbach Der Weg vom Voralpsee auf den Margelchopf und hinunter zum Berghaus Malbun ist reich an unbekannten Tälchen und Tälern. Und das Kraxeln zwischendurch? Optional, aber empfehlenswert.Die Bergwelt oberhalb des St. Galler Rheintals liegt wohl für die meisten Schweizer ziemlich am Rand des inneren Wanderradius. Den Alpstein habe ich schon viele Dutzend Male besucht, aber noch nie vom Rheintal her. Und bei den Gipfeln weiter südlich, in der Region Werdenberg, sieht es nicht besser aus.Das könnte sich ändern, denn die letzte Wanderung, vom Voralpsee auf den Margelchopf und hinunter zum Berghaus Malbun, habe ich in schönster Erinnerung. All diese unbekannten und mit keiner Strasse erschlossenen Täler und Tälchen, all diese Berge in allen möglichen Formen und dieser Weitblick von den höheren Warten über das riesige Rheintal, hinüber ins Liechtensteinische und Vorarlbergische und auch noch zum Alpstein belohnen einen für die relativ weite Anreise.Den Ausgangspunkt beim Kurhaus Voralp erreicht man einfach mit dem Bus, er fährt bis etwa Mitte Oktober. Die ersten 1½ Stunden geht es durch den Wald hoch, dann schlängelt sich der gute Weg für weitere 1½ Stunden durch Alpweiden, bis man auf gut 2000 Metern den Isisizgrat erreicht. Wem 4¼ Stunden Wanderzeit genug sind, der steigt nun hinab zum Berghaus Malbun, wo wieder ein Bus wartet (letzter Kurs um 18 Uhr 10). Wer noch Saft für 160 Meter Auf- und Abstieg und Lust zu kraxeln hat, besteigt vom Isisizgrat den Margelchopf (2164 m). Der Voralpsee, hinten der Föhrenchopf und rechts im Hintergrund der Tristencholben beim Chäserrugg. Heinz Staffelbach Mit seinem flachen Gipfelplateau und den fast rundherum abfallenden Felswänden ist er nicht nur markant, sondern der Hausberg der Grabser. Der Aufstieg führt anfänglich durch Alpwiesen; dann heisst es, 10 oder 20 Meter und mithilfe eines installierten Seils hochzuklettern. Ich würde der Angelegenheit eigentlich eine T3 verpassen; da man aber in einer Rinne und nicht auf einem Grat unterwegs ist, hat man keine schwindelerregenden Tiefblicke auf beide Seiten. Oben gibt es dafür jede Menge ebene Plätzchen und eine Fernsicht von den Ötztaler Alpen bis zum Piz Palü. Wer Zeit hat, kann einen zweiten Wandertag vor- oder nachschalten und entweder im Berggasthaus Voralp oder im Berghaus Malbun übernachten.Koordinaten Start Voralp, KurhausRoute Via Isisizsess, Isisizgrat und Obersäss zum Berghaus Malbun. Ohne Margelchopf 9,6 km, 910 m Aufstieg, 760 m Abstieg, etwa 4¼ Std., Schwierigkeit T2Verpflegung Startpunkt, Voralpsee, Berghaus MalbunKarte 1:25 000, Blatt 1135; 1:50 000, Blatt 237 Newsletter Die besten Artikel aus «NZZ Bellevue», einmal pro Woche von der Redaktion für Sie zusammengestellt.
Eine Ostschweizer Wanderung, die sich bestens ausdehnen lässt
Die Wanderung vom Voralpsee auf den Margelchopf und hinunter zum Berghaus Malbun ist reich an unbekannten Tälchen und Tälern.






