Zwischen Faltigberg und Chrinenberg, hinten der Zürichsee. Heinz Staffelbach Statt in die Ferne kann es einen in diesen hektischen Monaten auch in die Nähe ziehen. Die Wanderung im Zürcher Oberland verspricht weite Ausblicke auf See und Alpen, zwei Restaurants – und sogar Gold?Es ist der 11. Mai 2026. Soeben habe ich mit den Recherchen zu dieser Wanderung begonnen. Dabei stosse ich auf diese News: Heute ist «Swiss Overshoot Day». Was heisst, dass wir mit unserem Lebens- und Konsumstil seit Anfang Jahr bereits alle Ressourcen aufgebraucht haben, die uns zur Verfügung stehen. Ab dann leben wir also auf Pump.Daher mag ich den Gedanken, dass es doch immer mehr Menschen gibt, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und weniger konsumieren, mehr reparieren, seltener fern reisen. Und statt auf einen Städtetrip vielleicht in der Nähe wandern gehen, zum Beispiel auf die Höchhand im Zürcher Oberland.Die Wanderung beginnt beim Faltigberg hoch über dem zürcherischen Wald. Von hier führt sie hinauf zum Chrinenberg und dann mehr oder weniger den Bergrücken entlang, über den Schwarzenberg und am Höchhand-Gipfel (1314 Meter) vorbei. Das Tolle an dieser Wanderung ist, dass man hier fast auf der südlichsten Krete des gebirgigen Zürcher Oberlandes unterwegs ist und damit weite Ausblicke auf den Zürichsee und darüber hinweg in die Ostschweizer, Glarner und Innerschweizer Alpen hat.Am schönsten geniesst man das auf der Terrasse des Restaurants Bannholz (20 Minuten nach dem Start) oder dann weiter oben beim Bergrestaurant Farneralp (1¼ Stunden nach dem Start). Der Weg ist meist unschwierig, am Schluss mit etwa zwei Kilometern Asphalt; nur bei der Höchhand geht es recht steil und ruppig durch den Wald hinab – hier muss man sich etwas konzentrieren, um nicht über Wurzeln zu stolpern. Auf dem Schwarzenberg. Hinten das Schnebelhorn. Heinz Staffelbach Die Wanderung endet in Goldingen. Ende des 13. Jahrhunderts hiess das Dorf noch Goldelingen; dieser Name soll auf den Personennamen Goldilo zurückzuführen sein. Wer die Topokarte studiert, wird ganz hinten im Tal noch den Ortsnamen Goldloch entdecken. Im 60 Meter tiefen Loch sollen um 1770 täglich vier bis sechs Bergarbeiter nach Gold gesucht haben. Ein zweites Goldloch gibt es zudem wenige Kilometer nordwestlich, beim Dägelsberg.Koordinaten Start Wald (ZH), RehazentrumRoute Via Bannholz, Schwarzenberg und Hand nach Hintergoldingen, Sonne. 9,7 km, 590 m Aufstieg, 670 m Abstieg, ca. 3½ Std., Schwierigkeit T2Verpflegung Startort, Bannholz, Farneralp, ZielortKarte 1:25 000, Blatt 1113; 1:50 000, Blatt 226 Newsletter Die besten Artikel aus «NZZ Bellevue», einmal pro Woche von der Redaktion für Sie zusammengestellt.
In der Hochsaison für Städtetrips ist eine Wanderung umso verlockender
Statt in die Ferne kann es einen in diesen hektischen Monaten auch in die Nähe ziehen. Diese Wanderung bietet Ausblicke auf See und Alpen und zwei Restaurants.







