Hoch hinaus ins HüttenglückFünf Tagestouren zu besonders aussichtsreich gelegenen SAC-Hütten. Wo man einkehren oder übernachten kann.Anita Brechbühl12.07.2026, 05.30 Uhr4 LeseminutenIllustration Jasmin Hegetschweiler / NZZFür viele Wandernde gibt es im Hochsommer kaum ein schöneres Ziel als eine bewartete Berghütte: Die Bergwelt rückt zum Greifen nah, und auf der Sonnenterrasse wartet hausgemachter Kuchen oder ein währschaftes Hüttengericht. Wichtig: Übernachtungen erfordern eine Reservation.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Logenplatz im Naturpark BeverinSufers–Cufercalhütte (GR)Schwierigkeit: T2 (weiss-rot-weiss) Kondition: strengDauer: 4 h 50 min Strecke: 11,6 km Höhenmeter: 991 m / 991 mGPX-Track: cufercalhuette.gpxDie Cufercalhütte liegt abseits der bekannten Hüttentouren Graubündens. Genau das macht ihren Reiz aus. Wer Höhenmeter nicht scheut, startet im Bergdorf Sufers an der San-Bernardino-Route. Der Aufstieg ist im Ortskern mit drei Stunden ausgeschildert; zunächst folgt man jedoch dem Wegweiser Richtung Lai da Vons. Die erste gute Stunde führt durch lichten Bergwald hinauf zur Ebene Seebärga, wo sich erstmals der Blick auf das Bergpanorama öffnet. Mit jedem weiteren Höhenmeter in Richtung Rote Turra wird das Panorama eindrucksvoller.Technisch ist der Weg, abgesehen von einigen steileren Abschnitten, wenig anspruchsvoll. Auf der heimeligen Hütte wird man mit Bialetti-Kaffee und hausgemachten Tagesgerichten verwöhnt. Der Abstieg erfolgt auf dem direkten Weg via Glattabärg.Übrigens: Von Ende Juni bis Mitte Oktober verkehrt jeweils samstags und sonntags zweimal täglich der Bus alpin von Sufers zum Lai da Vons (Reservation erforderlich). Von dort erreicht man die Cufercalhütte in rund eineinhalb Stunden und nach 400 Höhenmetern. So eignet sich die Tour auch gut für Familien mit kleineren Kindern.Naturgenuss über dem LauenenseeLauenensee (Legerlibrügg)–Geltenhütte (BE)Schwierigkeit: T2 (weiss-rot-weiss) Kondition: mittelDauer: 3 h 40 min Strecke: 8,4 km Höhenmeter: 735 m / 735 mGPX-Track: geltenhuette.gpxDie Geltenhütte liegt idyllisch im Naturschutzgebiet Gelten-Iffigen und ist Teil einer besonders abwechslungsreichen Hüttentour. Vom Parkplatz beim Lauenensee folgt der Weg zunächst dem Geltenbach durch den Wald. Danach wird es steil: Das Wasser tost lautstark neben dem Pfad talwärts. Auf der Ebene des Feissebergs öffnet sich der Blick auf den grossen Wasserfall, den Geltenschuss, bevor eine abenteuerlich anmutende Passage direkt hinter dem Wasserfall den letzten Anstieg zur Hütte einläutet.Auf der Sonnenterrasse locken feine hausgemachte Kuchen. Der Rückweg führt über das Geltentrittli mit Blick auf den Lauenensee. An warmen Sommertagen bildet ein Sprung ins kühle Wasser den perfekten Abschluss.Rundtour durch das älteste Wildschutzgebiet EuropasMettmen–Leglerhütte (GL)Schwierigkeit: T2 (weiss-rot-weiss) Kondition: schwerDauer: 4 h 45 minStrecke: 12,1 km Höhenmeter: 904 m / 904 mGPX-Track: leglerhuette.gpxVon der Bergstation der Luftseilbahn Kies-Mettmen führt der direkte Weg in rund zweieinhalb Stunden zur familienfreundlichen Leglerhütte. Wer jedoch die landschaftliche Vielfalt des Freibergs Kärpf, des ältesten Wildschutzgebiets Europas, erleben will, wählt die aussichtsreiche Rundtour über Matzlenfurggelen. Nach einem kurzen Abstieg zur Alp Ratzmatt führt der Weg vorbei an den malerischen Chamm- und Ängiseeli hinauf zur Leglerhütte. Mit etwas Glück lassen sich unterwegs Gemsen oder Steinböcke beobachten.Die Leglerhütte belohnt den Aufstieg mit ihrer sonnigen Terrasse und einem eindrucksvollen Panorama auf die Glarner Alpen. Für den Rückweg empfiehlt sich die Route über Sunnenbergfurggelen. Kurz vor Mettmen passiert der Weg die Kärpfbrücke, eine natürliche Felsbrücke und einen der spektakulärsten Aufschlüsse der Glarner Hauptüberschiebung, bevor sich die Rundtour bei der Bergstation Mettmen schliesst.Mitten ins RätikonSt. Antönien, Sagaris–Carschinahütte (GR)Schwierigkeit: T2 (weiss-rot-weiss) Kondition: mittelDauer: 4 h 30 min Strecke: 12,4 km Höhenmeter: 820 m / 820 mGPX-Track: carschinahuette.gpxDie Carschinahütte liegt am Fuss der markanten Kalkwände der Sulzfluh und zählt zu den beliebtesten Etappenorten des Prättigauer Höhenwegs. Für eine Tageswanderung startet man am besten bei der Bushaltestelle Sagaris und folgt von dort der dritten Etappe des Prättigauer Höhenwegs in umgekehrter Richtung. Vorbei am idyllischen Partnunsee führt der Weg zunächst über Alpweiden und steigt anschliessend stetig zur Hütte an. Mit jedem Höhenmeter rücken die markanten Kalkwände des Rätikons näher und prägen die Szenerie. Nach einer umfassenden Sanierung wird in der Carschinahütte seit diesem Sommer wieder gewirtet. Der Rückweg erfolgt auf derselben Route zurück nach Sagaris.Übrigens: Wer die Wanderung um rund eine Stunde und 200 Höhenmeter verkürzen möchte, kann sowohl für den Hin- als auch für den Rückweg den Bus alpin zwischen Sagaris und Partnun nutzen (von Anfang Juli bis Mitte August täglich, Reservation erforderlich).Ein Adlerhorst im Val FerretLa Fouly–Cabane de l’A Neuve (VS)Schwierigkeit: T2/T3 (weiss-rot-weiss)Kondition: schwerDauer: 5 h 45 min Strecke: 11,8 km Höhenmeter: 1212 m / 1212 mGPX-Track: cabinedelaneuve.gpxIm Schweizer Teil des Montblanc-Massivs gibt es vier bewartete SAC-Hütten, in denen man den eindrucksvollen Gletscherlandschaften ganz nah kommt. Ein besonders lohnendes Ziel für eine Tageswanderung ist die Cabane de l’A Neuve im Val Ferret. Die 1927 auf einem exponierten Felsvorsprung erbaute SAC-Hütte gehört zu den wenigen, die bis heute ihren ursprünglichen Zustand und ihr historisches Erscheinungsbild bewahrt haben.Der Hüttenaufstieg beginnt im etwas verschlafen wirkenden Bergdorf La Fouly auf knapp 1600 Metern über Meer. Der gut markierte und unterhaltene Bergweg führt zunächst in zahlreichen Kehren durch einen Wald, der sich im geschützten Bereich zwischen den beiden Wildbächen Reuse de l’A Neuve und Reuse de l’Amône gebildet hat. Anschliessend gilt es, die Reuse de l’A Neuve über eine luftig ausgesetzte Brücke zu überqueren, bevor der Weg weiter steil bergauf führt. Kurz vor der Hütte wartet nochmals eine ausgesetzte Felspassage, die Trittsicherheit erfordert.Oben angekommen, entschädigt die spektakuläre Aussicht auf das hochalpine Panorama für den schweisstreibenden Aufstieg. Spätestens beim hausgemachten Tomatenfondue ist die Anstrengung endgültig vergessen.GPX-Tracks von allen fünf Touren: hier herunterladen.Ein Artikel aus der «NZZ am Sonntag»Passend zum Artikel