Sachsen-Anhalt hat in den vergangenen Jahrzehnten viel lokalen Journalismus verloren. Zahlreiche nach der Wende gegründete Zeitungen verschwanden wieder. Heute prägen die Volksstimme und die Mitteldeutsche Zeitung den regionalen Zeitungsmarkt – beide gehören zum selben Hamburger Verlag und verlieren seit Jahren an Auflage. Seit einigen Monaten berichtet auch die Ostdeutsche Allgemeine regelmäßig aus dem Land.

Und dann ist da noch der Mitteldeutsche Rundfunk. Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk setzte Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren bundesweit Akzente. 2020 blockierte das Land als einziges die geplante Erhöhung des Rundfunkbeitrags, die nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts letztlich doch kam. Medienpolitik ist in Sachsen-Anhalt also keine Nebensächlichkeit. Vor der Landtagswahl am 6. September legen die sieben größeren Parteien grundverschiedene Pläne vor.

CDU: Rundfunkbeitrag soll langfristig sinken

Bei ARD und ZDF will die CDU Doppelangebote bei Nachrichten, Mediatheken, Onlineportalen und Unterhaltung abbauen und beide Angebote „perspektivisch zusammenführen“. „Niemand braucht mehrere nationale Nachrichtensendungen zur selben Uhrzeit“, heißt es im Wahlprogramm. Die Dritten Programme sollen dagegen erhalten bleiben. „Schaufenster der Regionen“ nennt die Partei diesen Ansatz. Auch dort schließt sie Fusionen von Sendern aber nicht aus.