Die bevorstehenden Landtagswahlen im Osten werfen ihre Schatten voraus und verheißen für die SPD wenig Gutes. Für die Partei geht es dort kaum noch um Siege, vielerorts nur noch um das nackte politische Überleben.Doch die Krise weitet sich aus und erreicht nun auch die tiefroten Bastionen im Westen. Jüngste Daten dieser Woche zeigen, dass die Lage in den einstigen Hochburgen Bremen und Hannover düsterer geworden ist und die Erosion der Volkspartei eine neue Dimension erreicht.
Düstere Aussichten im Osten
Bei den anstehenden Ostwahlen wird bis auf Mecklenburg-Vorpommern für die Sozialdemokraten kaum etwas zu holen sein. Dort macht sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig noch realistische Hoffnungen, die Schweriner Staatskanzlei zu verteidigen. In der jüngsten INSA-Erhebung von Mitte August kommt sie immerhin noch auf 29 Prozent, was zwar hinter der führenden AfD mit 36 Prozent liegt, aber weiter eine Machtoption offenhält.In Sachsen-Anhalt geht es primär um den vermiedenen Gesichtsverlust, da es bereits als Erfolg gewertet werden muss, wenn die Partei überhaupt den Einzug in den Landtag schafft. Derzeit liegt sie laut INSA im Auftrag der Bild bei sechs Prozent.Selbst in Berlin scheint die Lage festgefahren. In der Hauptstadt dümpelt die SPD nach der INSA-Umfrage für die Bild vom 14. August bei mageren 15 Prozent. Obwohl sie gegenüber der letzten Erhebung drei Prozentpunkte gutmachen konnte, rangiert die Partei nur noch auf Platz fünf, hinter der CDU, den Linken, der AfD und den Grünen. Spitzenkandidat Steffen Krach versucht wacker, an die stolze sozialdemokratische Tradition der Stadt zu erinnern, bleibt in den Erhebungen jedoch weit abgeschlagen. Die Frage ist längst nicht mehr, ob die SPD im Osten verliert. Sie lautet, ob es nun auch in den urbanen Zentren des Westens brenzlig wird.







