InteraktivBevölkerungswachstum: So hat sich die Einwohnerzahl in Ihrer Gemeinde entwickeltDie Schweiz ist 2025 um fast ein Prozent gewachsen. Unsere interaktiven Karten zeigen für jede Gemeinde, wie stark die Einwohnerzahl seit 1981 gestiegen ist und wo der Ausländeranteil am meisten zugenommen hat.22.08.2026, 05.30 Uhr3 LeseminutenIllustration Anja Lemcke / NZZ9 167 962 Einwohner zählte die Schweiz laut einer Echtzeitschätzung des Bundesamts für Statistik (BfS) am Morgen des 21. August 2026. Gegenüber dem Vortag sind rund 200 Personen hinzugekommen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Die NZZ hat die neuesten Bevölkerungsdaten des BfS für alle Schweizer Gemeinden ausgewertet. Sie zeigen: Die Schweiz wächst weiter, jedoch langsamer als bisher. Im Jahr 2025 lebten 76 100 mehr Personen in der Schweiz als im Jahr zuvor. Die ständige Wohnbevölkerung nahm um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. 2023 war das Wachstum mit 1,7 Prozent noch mehr als doppelt so hoch. Ein Wachstum von 0,8 Prozent entspricht jedoch ungefähr dem langjährigen Durchschnitt.Schon bisher wuchs die Einwohnerzahl nicht überall gleich stark, manche Gemeinden schrumpften sogar. Klicken Sie auf unsere interaktive Karte, um zu sehen, wie sich Ihre Gemeinde seit 1981 entwickelt hat.Grosse Städte wachsen – aber langsamer als das LandAm dichtesten ballen sich die Wachstumsgemeinden zwischen dem Genfer- und dem Neuenburgersee. So hat sich in Gletterens im Kanton Freiburg die Zahl der Bewohner zwischen 1981 und 2025 von 200 auf knapp 1200 fast versechsfacht. Saint-Cergue im Kanton Waadt wuchs von 560 auf über 3000 Einwohner. Auch viele Orte zwischen dem Hallwiler- und dem Zugersee haben stark zugelegt.Dazwischen klafft jedoch eine Lücke. Im Jura und im Emmental schrumpften zahlreiche Gemeinden.Zu den grössten Verlierern gehören kleine, periphere Berggemeinden zwischen Simplon-, Gotthard- und Oberalppass: Zwischbergen südlich des Simplonpasses verlor 60 Prozent seiner Bevölkerung, Realp am Fuss des Furkapasses fast 40 Prozent.In den Städten fällt das Wachstum insgesamt geringer aus als auf dem Land. Die Stadt Zürich wuchs seit 1981 um 20 Prozent, Lausanne um 15. Basel und Bern haben sogar leicht Einwohner verloren. Unter den fünf grössten Städten liegt Genf vorne. Die Bevölkerungszahl ist dort um mehr als ein Drittel gewachsen.Zuwanderung treibt das BevölkerungswachstumGetrieben wird das Bevölkerungswachstum weiterhin vor allem von der Migration, auch wenn in letzter Zeit weniger Menschen in die Schweiz einwanderten. Laut dem BfS nahm die Zahl der Schweizerinnen und Schweizer in der ständigen Wohnbevölkerung zwischen 2024 und 2025 um 27 900 Personen zu. Die ständige ausländische Wohnbevölkerung wuchs um 48 200 Personen. Seit 1981 stieg der Ausländeranteil in der Schweiz um 13 Prozentpunkte auf fast 28 Prozent.Die zweite Karte zeigt, wie sich der Ausländeranteil in jeder Gemeinde seit 1981 verändert hat.Den stärksten Anstieg verzeichnet Täsch im Kanton Wallis: Der Ausländeranteil wuchs von unter 1 auf 64 Prozent. Täsch hat damit den schweizweit höchsten Ausländeranteil, noch vor Paradiso bei Lugano. Hauptgrund ist die starke Zuwanderung aus Portugal. Viele Portugiesen arbeiten in den Hotels im benachbarten Zermatt, das für die meisten zum Wohnen zu teuer ist.Auffällig ist auch der zweisprachige Kanton Freiburg. In Bulle stieg der Anteil von 9 auf 44 Prozent. Die Stadt hat eine gute Verkehrsanbindung an die Genferseeregion, aber die Mieten sind tiefer als in Genf und Lausanne.In der Deutschschweiz fallen unter anderem St. Margrethen (SG) und Egerkingen (SO) mit besonders hohen Zuwächsen auf: In St. Margrethen stammt inzwischen mehr als jeder zweite Einwohner aus dem Ausland, in Egerkingen sind es 38 Prozent.Orte, an denen so gut wie keine Ausländer leben, gibt es auch zahlreiche in der Schweiz. Es handelt sich dabei aber überwiegend um Kleinst- und Berggemeinden wie etwa Unterschächen (UR) oder Simplon (VS).10-Millionen-Schweiz im Jahr 2041 oder 2033 – oder nieLaut dem sogenannten Referenzszenario des BfS könnte die Schweiz erstmals im Jahr 2041 die Schwelle von 10 Millionen Einwohnern überschreiten, im hohen Szenario sogar schon acht Jahre früher.Es ist jedoch nicht sicher, dass die Schweiz diese Schwelle je erreicht. Das tiefe Szenario des BfS geht davon aus, dass die Bevölkerungszahl auf etwa 9,3 Millionen steigt und dann langsam wieder auf 9 Millionen zurückgeht. Das Beratungsbüro Demografik verweist unter anderem auf die niedrige Geburtenrate und den wachsenden internationalen Wettbewerb um Fachkräfte. Künftig könnte es für Schweizer Firmen schwieriger werden, Fachkräfte im Ausland zu rekrutieren.Der demografische Wandel schlägt indes immer mehr durch: So stieg die Zahl der über 65-Jährigen innerhalb nur eines Jahres um 2,3 Prozent. Somit gibt es erstmals mehr Ruheständler als unter 20-Jährige. Es ist zu erwarten, dass Regionen, die ohnehin schwächer wachsen, besonders von der Alterung der Gesellschaft betroffen sein werden.Dieser Artikel erschien in ähnlicher Form bereits im Vorfeld der Abstimmung zur 10-Millionen-Initiative. Er wurde mit den neusten Zahlen des BfS umfassend aktualisiert.Passend zum Artikel
Bevölkerungswachstum der Schweiz: So hat sich die Einwohnerzahl in den Gemeinden entwickelt
Die Schweiz ist 2025 um fast ein Prozent gewachsen. Unsere interaktiven Karten zeigen für jede Gemeinde, wie stark die Einwohnerzahl seit 1981 gestiegen ist und wo der Ausländeranteil am meisten zugenommen hat.








