Bundeskanzler Merz ist im XXL-Urlaub, die brennende Welt bringt ihn nicht aus der Ruhe. So unglücklich ist sein Volk über seine Abwesenheit gar nicht.
S eit dem 29. Juli befindet sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in der Sommerfrische. Und zwar vier Wochen lang, bis am 26. August das Bundeskabinett erstmals wieder tagen wird.
Der Urlaubsort selbst ist geheim. Es kann das Planschbecken im sauerländischen Garten sein, das Haus am Tegernsee oder der begeisterte Hobbypilot cruist mit seinem kleinen Flugzeug, wie es ja viele Mittelständler seiner Art besitzen, herum. Da sieht er Land und Leute dann auch, wie er sie am liebsten wahrnimmt: von oben herab und ganz weit weg.
Das Bundespresseamt verlautete, Merz versuche „ein paar Tage auszuspannen“, sei aber „natürlich immer im Dienst“. So kannten wir das von Angela Merkel: „Die Bundeskanzlerin erholt sich am sichersten während der Arbeit.“ Eine löbliche Einstellung, wie man sie sonst nur von freien taz-Autoren kennt. Merz hingegen ist weg. Abgetaucht. Verschollen. So richtig fett im Urlaub. Lange hörte man nichts von ihm, zu keinem Thema. Keinen Piep, völlige Funkstille am Kanzlerpool.
Einsame Spitze











