Das waren noch Zeiten, als Bundeskanzler und Bundeskanzlerin entspannt den alljährlichen Sommerurlaub antraten, um es dem Volk in Vollbeschäftigung gleichzutun.
Helmut Kohl fuhr 30 Jahre lang mit seiner Frau Hannelore nach St. Gilgen am Wolfgangsee und Angela Merkel durchwanderte mit ihrem Ehemann Joachim Sauer die Südtiroler Alpen. Man gönnte es ihnen, die Zeiten waren gut und am Ende war man ohnehin dauersediert von den endlosen Amtszeiten der beiden CDU-Kanzler.
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Der ebenfalls von der Union gestellte amtierende Kanzler Friedrich Merz macht auch Urlaub. Erst waren es nur ein paar Tage, dann „verlängerte“ der Kanzler offenbar seine Ferien; jedenfalls ist Friedrich Merz seit Ende Juli nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten. Nur Mitte der Woche ließ Merz das Kanzleramt in seinem Namen vermelden, dass Itamar Ben-Gvirs Aufruf am 19. August zu gezielten Tötungen von Palästinensern „menschenverachtend“, völkerrechtswidrig und „nicht hinnehmbar“ sei.
Immerhin! Man ist ja schon mit so wenig zufrieden, schon mit einem kleinen Lebenszeichen des absenten Regierungschefs. Wohlgemerkt des Regierungschefs eines Deutschlands inmitten seiner größten wirtschaftlichen Krise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Mittlerweile ist das dauerhafte Gefühl der Instabilität förmlich greifbar.










