Friedrich Merz hat genügend Gründe für eine Sommerpause. Doch auch dort will der angezählte Kanzler wohl fleißig sein. Angeblich begleiten ihn zwei dicke Bücher mit in die Ferien.

30.07.2026, 16.39 Uhr

Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit nicht näher benannter Lektüre

Es ist noch gar nicht so lange her, da verspottete Friedrich Merz den regierenden Bundeskanzler. Ein »Klempner der Macht« sei Olaf Scholz, urteilte der CDU-Chef damals, unfähig, in großen Linien zu denken, verloren im täglichen Flickschustern und Nachbessern also. Inzwischen sitzt Merz selbst im Kanzleramt und es gibt nicht wenige Menschen, die ihn recht ähnlich beschreiben.

In Hintergrundgesprächen für die aktuelle SPIEGEL-Titelgeschichte (hier nachzulesen ) fand sich niemand im inneren Zirkel, der noch an eine Zukunft des Kanzlers zu glauben scheint. Möglich, dass er nach den Landtagswahlen im Herbst mit einer Palastrevolte vom Hof gejagt wird.Man weiß nicht sicher, wie Merz im Inneren damit umgeht. Man sieht und hört nur, wie er nach außen auftritt: Selbstgewiss, polternd, bisweilen offenkundig entkoppelt von der eigenen Partei.