Im Sternensaal des Lingnerschlosses wird an diesem Donnerstagabend über die Zukunft des Hauses gesprochen – und schnell wird klar, dass sie teuer wird. 1,65 Millionen Euro für das Erbbaurecht reichen offenbar längst nicht. Sollte der Dresdner Stadtrat den Einstieg der Unternehmer Thomas Bohn und Oliver Kreider genehmigen, wollen die beiden nach eigenen Angaben mindestens weitere zwei Millionen Euro in das historische Gebäude investieren.
Das kündigte Bohn am Donnerstagabend bei einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung an. Gemeinsam mit dem Förderverein hätten sich die Investoren den Zustand des Gebäudes intensiv angesehen. „Wir sind uns über die Summe relativ klar, die wir noch investieren müssen“, sagte Bohn. Es seien „mindestens nochmal zwei Millionen“.
Bohn: „Das Geld kommt so nie wieder zurück“
Damit würden Bohn und Kreider zunächst mindestens 3,65 Millionen Euro aufbringen: 1,65 Millionen Euro für die Übernahme des Erbbaurechts sowie nach ihrer eigenen Kalkulation weitere mindestens zwei Millionen Euro für die weitere Sanierung.
Die beiden Unternehmer rechnen dabei wohl nicht damit, das eingesetzte Kapital einfach wieder herauszuholen. „Wir sind uns sicher, dass das Geld so nie wieder zurückkommt“, sagte Bohn. In den ersten Jahren sei es unmöglich, mit dem Schloss entsprechende Summen zu erwirtschaften.






