Nach der Insolvenz des langjährigen Fördervereins steht das Dresdner Lingnerschloss vor einer dauerhaften Lösung. Ein privater Investor verhandelt derzeit über die Übernahme des Erbbaurechts, um Schlossbetrieb, Kulturarbeit und Gastronomie fortzuführen. Der reguläre Betrieb läuft währenddessen unverändert weiter.
Wie Insolvenzverwalter Lucas F. Flöther mitteilte, stünden die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss. Bei den Interessenten handelt es sich um den Geschäftsmann Oliver Kreider sowie um den Dresdner Immobilienunternehmer und früheren Aufsichtsratschef von Dynamo Dresden, Thomas Bohn, wie die Sächsische Zeitung berichtet.
Beide Unternehmer haben bereits im Februar die „Karl August Lingner Schloss-Verwaltungs GmbH“ mit Sitz in Dresden gegründet, wie aus öffentlich einsehbaren Dokumenten des Registergerichts hervorgeht.
Der Übertragungsvertrag soll Ende Juni 2026 unterzeichnet werden. Damit er rechtskräftig wird, müssen sowohl der Dresdner Stadtrat als auch die Gläubigerversammlung zustimmen. Die eigentliche Übergabe ist für Anfang September 2026 vorgesehen. Nach Informationen des Nachrichtenportals Tag24 bieten die beiden Unternehmer rund 1,65 Millionen Euro, um das noch gut 40 Jahre laufende Erbbaurecht zu übernehmen.









