Eine Gruppe von 15 Dresdner Bürgern hat ein zweites Kaufangebot für das Lingnerschloss abgegeben. Für rund 1,7 Millionen Euro zuzüglich Grunderwerbsteuer sei man bereit, das Erbbaurecht am historischen Gebäude und dem dazugehörigen Park zu übernehmen, sagte Mitinitiator Frank Wiesner gegenüber der Ostdeutschen Allgemeinen.
Getragen werden soll das Vorhaben von einer breiten Basis. Am Ende sollen rund 18 Personen den Ankauf schultern, mit einem Anteil von jeweils etwa 100.000 Euro pro Person. Es seien Bürger aus Dresden, darunter Unternehmer und ein ehemaliger Medienmanager, betonte Frank Wiesner, der selbst als Bauunternehmer tätig ist.
Das derzeit bestehende Nutzungskonzept solle beibehalten werden. Sowohl der Park als auch Teile des Schlosses sollen weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Der laufende Betrieb könne sich weitgehend über die Vermietungseinnahmen finanzieren, die wieder in das Schloss flössen. Auch die notwendigen Investitionen in das zwischen 1849 und 1853 erbaute Schloss seien überschaubar, bekräftigte Bauunternehmer Wiesner.
Strukturell soll die Trägerschaft ebenfalls an das bisherige Modell anknüpfen. Bislang lag das Erbbaurecht am Lingnerschloss beim „Förderverein Lingnerschloss e.V.“. Der Verein hatte im November 2023 Insolvenz angemeldet. Es werde „auf jeden Fall so etwas wie einen Förderverein“ geben, sagte Initiator Wiesner. Ob der bestehende Verein fortgeführt oder ein neuer gegründet werde, sei eine Frage der technischen Umsetzung und noch nicht entschieden.







