Das Carl-Maria-von-Weber-Museum in Dresden-Hosterwitz kann endlich saniert werden. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt die Landeshauptstadt mit einer Spende von 70.000 Euro für die Instandsetzung des historischen Dachstuhls. Zusammen mit rund 72.000 Euro städtischen Eigenmitteln ist damit der erste Bauabschnitt finanziert.

Die Arbeiten sollen im November 2026 beginnen und im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein. Für Musikfreunde in Dresden und darüber hinaus ist das eine gute Nachricht – auch wenn sie spät kommt. Denn das Haus, in dem einer der wichtigsten Komponisten der deutschen Romantik seine Sommer verbrachte, ist seit 2024 geschlossen. Ausgerechnet im Weber-Jahr blieb der authentische Wirkungsort für die Öffentlichkeit unzugänglich.

Das Weber-Jahr 2026 – und ein Museum, das keiner betreten darf

2026 ist ein besonderes Jahr für Carl Maria von Weber. Der Komponist wurde vor 240 Jahren geboren und starb vor 200 Jahren. Weber (1786–1826) wirkte ab 1817 als Königlicher Hofkapellmeister in Dresden.

Er führte eine neue Sitzordnung für das Orchester ein und gründete den Opernchor sowie das Ballett. Seine Dresdner Sommermonate verbrachte er in einem Winzerhaus in der Nähe des Schlossgartens Pillnitz. Bereits zehn Jahre nach seinem Tod wurde das Haus zur Pilgerstätte, seit 1957 beherbergt es das ihm gewidmete Museum.