Wer das Gelände des Im Dazwischen betritt, lässt den Trubel der Stadt schnell hinter sich. Aus den Lautsprechern klingen Songs einer gut kuratierten Playlist, über den bunt zusammengewürfelten Gartenmöbeln flattern Wimpelketten. Ein orangefarbener Bauwagen weckt Erinnerungen an die Kindheit und an Peter Lustigs Zuhause aus der Fernsehsendung „Löwenzahn“. Gemeinsam mit einem Fotoautomaten und einem Strandkorb verleiht er dem barrierefreien Outdoor-Areal einen charmant improvisierten Charakter. Im hinteren Bereich verbirgt sich ein Garten mit Pavillon und weiteren Sitzmöglichkeiten. Gäste finden dort sonnige und auch schattige Sitzplätze.Das Im Dazwischen, eine Zwischennutzung zwischen Westend und Sendling, versteht sich als Mischung aus Aperitivo-Bar, Café und Veranstaltungsort. Hier finden Workshops oder Lesungen statt, und auch Urban Gardening gehört zum Konzept. Die Idee hatte Initiatorin Xenya Jäger schon vor vier Jahren, als sie das Gelände das erste Mal besuchte – nur bis zur Umsetzung hat es dann eben etwas gedauert. Entstanden ist schließlich ein Ort, der Begegnung und Teilhabe ermöglichen soll. Willkommen sind nicht nur Menschen, die etwas essen oder trinken möchten, sondern auch jene, die selbst ein Projekt oder eine Veranstaltung auf die Beine stellen wollen.„Wir sind nicht der klassische Biergarten“, sagt Jäger. Und sie hat recht: Das Im Dazwischen eignet sich für ein Getränk mit Freunden, einen Nachmittag mit der Familie oder eine kleine Auszeit allein. Auch nach der Arbeit oder einem heißen Sommertag im Englischen Garten lässt sich hier der Abend gemütlich ausklingen. Am besten mit hochgelegten Füßen im Strandkorb.Auf der Getränkekarte stehen erfrischende Spritzgetränke wie Sarti-, Aperol-, Johannisbeer- und Grapefruitspritz (je 9,50 Euro), es gibt aber natürlich auch Wein und Bubbles. Und Bier gibt es sogar schon für faire 3,80 Euro. Hinzu kommen Kaffee und weitere Heißgetränke. Wer auf Alkohol verzichten möchte, sollte den Eistee probieren: Der wird in den Sorten Pfirsich-Zitrone und – besonders lecker – Hibiskus-Himbeere angeboten (3,90 Euro). Ebenfalls ausgefallen sind die Geschmacksrichtungen der „Elektrolyte-Brause“, die ein Münchner Start-up entwickelt hat: Guave-Limette und Birne-Zitrone (je 4,30 Euro).Der alte Bauwagen dient als Bar und Essensausgabe. Foto: Robert HaasBetreiberin Xenya Jäger mit einer der Spritzkreationen, die auf der Karte stehen: einem Sarti-Spritz. Foto: Robert HaasAuch das Angebot an Speisen ist umfangreich. Das Team serviert verschiedene Toasts für jeweils 4,50 Euro, die Variante Chili-Cheese gibt's zum Beispiel auch vegan. Wer mag, bekommt Putenwiener, Brezn oder Wassermelonen-Feta-Salat und natürlich Kuchen. Bis auf das Steckerleis – das kommt von der Firma Hitzefrei – sind übrigens alle Speisen hausgemacht. „Wir haben ein breites Sortiment, egal ob vegan, vegetarisch oder glutenfrei“, sagt Jäger.Seine größte Stärke spielt das Im Dazwischen aus, wenn es langsam dunkel wird. Dann leuchten Lampions und Lichterketten über den Gartenmöbeln und tauchen das Gelände in warmes Licht. Die Atmosphäre ist so einladend, dass aus einem kurzen Getränk schon mal ein langer Abend werden kann. Und das ist bei allen Veranstaltungen, die dort auch stattfinden, vielleicht das Schönste an diesem Ort: Im Im Dazwischen muss man nicht viel vorhaben, um gerne zu bleiben.Im Dazwischen, Ganghoferstraße 49, Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 15 bis 22 Uhr, Samstag 13 bis 22 Uhr, Sonntag 14 bis 21 Uhr
Bars in München: Das Im Dazwischen im Westend ist der etwas andere Biergarten
Das Im Dazwischen zwischen Westend und Sendling ist eine Zwischennutzung und versteht sich selbst als „soziokultureller Treffpunkt“.






