Der Goldpreis ist am Freitag erneut deutlich gestiegen und hat den höchsten Stand seit drei Monaten erreicht. An der Börse in London wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.601 US-Dollar gehandelt. Das sind fast 2 Prozent mehr als am Vortag und der höchste Stand seit Mitte Mai. Am Markt wird der deutliche Anstieg weiter mit den Plänen der US-Regierung zum Kauf von US-Staatsanleihen erklärt. Seit der Ankündigung der Pläne am Mittwoch ist der Goldpreis um fast 300 Dollar je Feinunze gestiegen.US-Finanzminister Scott Bessent (64) hatte angekündigt, den Kauf von US-Staatsanleihen deutlich auszuweiten. Mit der Maßnahme will die US-Regierung die Renditen für Staatspapiere nach unten drücken, um so Kosten für den Schuldendienst zu senken. Die USA sind mit mehr als 40 Billionen Dollar verschuldet: Steigende Renditen am Anleihemarkt, wie sie in den vergangenen Tagen zu beobachten waren, verteuern den Schuldendienst erheblich.Bessents Versuch zum Scheitern verurteiltAngesichts der turmhohen Verschuldung der USA scheint Bessents Versuch, den Schuldendienst durch den Rückkauf einiger Staatsanleihen zu erleichtern, nach Ansicht vieler Marktteilnehmer zum Scheitern verurteilt zu sein. Ein Einsatz von wenigen Milliarden Dollar seien am lange Ende „keine wirklich starke Hand“, kommentierte Dominic Weibel, Head of Research bei Bitcoin Suisse. „Ein Rückkauf im Volumen von 4 Milliarden Dollar entspricht grob einer einzigen Tagesrechnung und gleicht damit dem Versuch, einen fiskalischen Flächenbrand mit einem Eimer Wasser zu löschen“, sagt Weibel.