Mit „Gewaltromantik“ hat die linke Militanzdebatte wenig zu tun. Es braucht eine Zivilgesellschaft, die notfalls mit ihren Körpern Minderheiten verteidigt.
E inmal mehr wird derzeit die alte Frage diskutiert, ob und wann gewalttätiger Widerstand gegen rechts legitim ist. Als „linke Gewaltromantik“ tat Andreas Petrik, Professor für Politische Bildung an der Martin-Luther-Universität Halle, an dieser Stelle zuletzt Überlegungen zur Militanz ab und warb für eine scharfe Abgrenzung von Gewalttäter:innen, eine „linke Seite der Brandmauer“.
Entzündet hatte sich die Debatte am Song „Keine Angst“ von Danger Dan, von „Antifa-Romantik“ war dabei schon zuvor in der taz die Rede. Die Romantik-Metapher impliziert Spinnereien und Träumereien, eine Verklärung der Wirklichkeit, sie legt nahe, mit gewalttätigen Mitteln sollten revolutionäre Umsturzphantasien linker Gruppen durchgesetzt werden.
Mit Romantik aber hat all das wenig zu tun. Gegenwärtig geht es in erster Linie darum, einen rechtsradikalen Umsturz abzuwenden, nicht aktiv einen linksradikalen herbeizuführen. Mehr antifaschistische Reaktion als Aktion also.






