Seit sechs Jahren ist Diego Maradona tot. Doch die juristische Aufarbeitung der Umstände und letzten Tage des argentinischen Jahrhundertfußballers ist noch lange nicht beendet. Aktuell hakt es im jüngsten Verfahren wieder einmal.Wegen mutmaßlich vertauschter Nierentests ist in Argentinien der Prozess um den Tod Maradonas unterbrochen worden. Innerhalb einer Woche sollten die entsprechenden Beweismittel neu geprüft werden, ordnete am Donnerstag das zuständige Gericht an.

Zuvor hatte die Verteidigung erklärt, dass in dem Prozess präsentierte Nierentest-Ergebnisse nicht von dem 2020 gestorbenen Fußballer stammten, sondern von seinem Vater. Dieser hieß auch Diego, er war bereits 2015 gestorben.Das Gericht in San Isidro nahe der Hauptstadt Buenos Aires ordnete an, dass eine Klinik sowie ein Gesundheitsdienstleister neue Unterlagen zu den Testergebnissen nachreichen müssen. Die Unterbrechung zeigt einmal mehr, wie schwierig die Klärung der Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit dem Tod Maradonas ist. Ein erster Prozess war im vergangenen Jahr gescheitert, weil eine Richterin für befangen befunden wurde. Sie hatte heimlich an der Vorbereitung einer Dokumentarserie über den Fall mitgewirkt (mehr dazu hier).