Ein Team von Wissenschaftler:innen um die Astronomin Chloe Cheng von der niederländischen Universität Leiden hat mithilfe des James-Webb-Weltraumteleskops (JWST) neun massereiche Galaxien aus dem frühen Universum im Detail analysiert. Dabei stellten die Forscher:innen fest, dass diese fernen Sternensysteme einen deutlichen Überschuss an massearmen Sternen aufweisen, wie in einer im Wissenschaftsmagazin Nature Astronomy veröffentlichten Studie zu lesen ist.Anzeige
Diese neu entdeckten Himmelskörper zwingen die wissenschaftliche Gemeinschaft jetzt dazu, etablierte Grundannahmen der Astrophysik einer strengen Überprüfung zu unterziehen. Bislang gingen Astrophysiker:innen weltweit nämlich davon aus, dass die sogenannte ursprüngliche Massenfunktion überall im Kosmos in etwa der vertrauten Verteilung in unserer Heimatgalaxie entspricht.
Diese Annahme über das Verhältnis von massereichen zu massearmen Sternen bildete jahrzehntelang das Fundament für die Bestimmung der Gesamtmasse weit entfernter Galaxien. Durch die neuen und hochpräzisen Messdaten des Weltraumteleskops gerät dieses theoretische Konstrukt jetzt massiv ins Wanken und offenbart einen bisher unbemerkten blinden Fleck in der Forschung.Anzeige







