Stadt Zürich stolpert über ihre eigenen Vorschriften: Warum sich der Umbau des Hallenbads Altstetten verzögertDen Planern unterläuft ein Versäumnis: Sie berücksichtigen die neuen Regeln bei Grünflächen nicht.20.08.2026, 15.56 Uhr2 LeseminutenDas Hallenbad Altstetten ist eines der beliebtesten Bäder in der Stadt Zürich – aber nach 50 Jahren Betrieb etwas in die Jahre gekommen.Baugeschichtliches ArchivIn den neunziger Jahren wäre es fast abgerissen worden, nun soll das zweitälteste Hallenbad in Zürich saniert und erweitert werden. Denn mittlerweile ist das Hallenbad Altstetten mit rund 300 000 Eintritten pro Jahr eines der meistbesuchten Bäder der Stadt. Seit 1973 in Betrieb, ist es inzwischen auch ein bisschen in die Jahre gekommen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Im Frühjahr hatte die Stadt hatte den umfassenden Instandsetzung- und Erweiterungsplan vorgestellt: Schadstoffsanierung, ein neues Schulschwimmbecken, eine weitere Rutschbahn und Holz- statt Betonfassade sind unter anderem vorgesehen, Kostenpunkt 73 Millionen Franken. Das Bad wäre dafür ab dem kommenden Frühjahr für rund zweieinhalb Jahre geschlossen gewesen – doch aus dem Plan wird vorläufig nichts.Wie das Amt für Hochbauten am Mittwoch mitteilte, verzögert sich das Projekt auf bisher unbestimmte Zeit. Die Pläne kollidieren nämlich mit der Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO), die am 18. März begonnen hat. Wegen der sogenannten negativen Vorwirkung gelten gewisse verschärfte Regeln bereits und wirken auf Baubewilligungsverfahren.Das Hallenbad Altstetten befinde sich in einer Wohnzone W4, bei der neu eine Grünflächenziffer eingeführt wurde, schreibt die Stadt. An diesen neuen Vorschriften scheitert das Sanierungsprojekt offenbar, so dass das Baubewilligungsverfahren sistiert werden musste. Im Plan des sanierten Hallenbads waren zu wenig Grünflächen vorgesehen gewesen.Pikant daran ist, dass der Stadtrat die Weisung für den Umbau erst zwei Monate nach der Veröffentlichung der neuen BZO, am 20. Mai verabschiedet, hat. Wie das Amt für Hochbauten auf Anfrage schreibt, sei dem Hochbaudepartement mit den beauftragten Planern gemeinsam ein «Versäumnis» unterlaufen. Erst im Rahmen der konkreten Prüfung des Baugesuchs sei festgestellt worden, dass das Projekt die neue Vorgabe der Grünflächenziffer nicht erfülle.Laut der am Mittwoch versandten Medienmitteilung evaluiert das Amt für Hochbauten derzeit «Lösungsansätze sowie deren finanzielle und terminliche Folgen» für das Hallenbad-Projekt. Auf den Betrieb des Bads hat die Blockade des Projekts vorerst keinen Einfluss. Nach der Revision in den Sommerferien ist das Hallenbad seit vergangenem Montag wieder geöffnet. Allerdings, so schreibt das Amt für Hochbauten, könnte noch ein weiteres der derzeit 170 projektierten Bauvorhaben von der neuen BZO ausgebremst werden. Es handele sich dabei um eine Instandsetzung eines Mehrfamilienhauses in Zürich Hirslanden.Passend zum Artikel
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Den Planern unterläuft ein Versäumnis: Sie berücksichtigen die neuen Regeln bei Grünflächen nicht.
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