Gemeinsam mit einem Kaffee-Sommelier haben wir beliebte Kaffee- und Espressobohnen verkostet. Der Vergleich zeigt, welche Sorten mit Schokolade, Nüssen und Fruchtnoten überzeugen und bei welchen Bitterkeit die Aromen überdeckt.Manche Bohnen bringen Milchschokolade, Walnuss oder Birne in die Tasse, andere erinnern eher an Rauch, Tabak oder verbrannte Noten. Zusammen mit einem Kaffee-Sommelier der Berliner Rösterei 19grams haben wir sieben Espresso- und sechs Kaffeebohnen im Cupping-Verfahren bewertet.Dabei zeigte sich schnell, dass die Bezeichnung auf der Verpackung wenig über die Qualität aussagt. Einige Espressobohnen schmecken überraschend mild und ausgewogen, manche Crema-Mischungen deutlich bitterer. Den besten Gesamteindruck hinterließ der Schwiizer Schüümli Crema. Knapp dahinter folgt der günstigere by Amazon House Blend Gold Coffee.Kaffee- und Espressobohnen treten hier gemeinsam an.Was Sie vorab über den Kaffee-Test wissen solltenTestsieger: Der Schwiizer Schüümli Crema überzeugt mit Walnuss, Milchschokolade, ausgewogener Aromatik, hoher Bohnenqualität und angenehmem Mundgefühl.Preistipp: Die by Amazon House Blend Gold Coffee Beans landen auf Platz zwei. Milchschokolade, Birne und ein harmonisches Geschmacksprofil sorgen für viel Genuss zum fairen Preis.Überraschung: Nicht die teuersten Bohnen liegen vorn. Vor allem die by Amazon House Blend Gold Coffee Beans zeigen, dass guter Kaffee nicht teuer sein muss.Kräftig: Kimbo Barista Espresso Napoli und Lavazza Espresso Barista setzen auf intensive Röstaromen und deutliche Bitterkeit.Kaffeebohnen vs. Espressobohnen: Wo unterscheiden sie sich?Obwohl Kaffee- und Espressobohnen von denselben Pflanzenarten stammen, bestimmt vor allem die Röstung ihren Charakter.Röstzeit: Espressobohnen werden länger und dunkler geröstet als klassische Kaffeebohnen.Geschmack: Die längere Röstung reduziert die Säure und sorgt für kräftige Bitternoten mit schokoladigem Charakter. Kaffeebohnen bleiben heller, milder und fruchtiger.Aussehen: Espressobohnen sind meist dunkelbraun und oft glänzend, Kaffeebohnen heller und matt.Mischung: Für Espresso wird Arabica häufig mit Robusta kombiniert, um eine stabile Crema zu erzeugen. Filterkaffee besteht oft vollständig aus Arabica.Testsieger Kaffeebohnen: Schwiizer Schüümli CremaHaselnuss, Milchschokolade und angenehme Süße statt dominanter Röstaromen. Der Schwiizer Schüümli Crema liefert das stimmigste Geschmackserlebnis im Test. Während andere Kandidaten bei Bitterkeit, Aroma oder Bohnenqualität Schwächen zeigen, überzeugt der Testsieger nahezu durchgängig.Seine größte Stärke ist die Balance. Walnuss und Milchschokolade prägen den Geschmack, ergänzt durch eine feine Säure, die Frische bringt, ohne aufzudrängen. Die Bitterkeit bleibt dezent. So entsteht ein Kaffee, der ausgewogen und zugleich vielschichtig schmeckt.Dazu kommt die beste Bohnenqualität im Test. Die Bohnen sind gleichmäßig geröstet, zeigen kaum Defekte und schaffen ideale Voraussetzungen für eine konstante Extraktion. Die Kombination aus hochwertigem Bohnenbild, Sensorik und Aromatik macht den Schwiizer Schüümli Crema zum verdienten Testsieger.Preistipp: by Amazon House Blend Gold Coffee BeansEin hoher Preis bedeutet nicht automatisch besseren Geschmack. Das beweisen die by Amazon House Blend Gold Coffee Beans eindrucksvoll. Trotz ihres vergleichsweise günstigen Preises landen sie direkt hinter dem Testsieger und vor mehreren deutlich teureren Konkurrenten.Milchschokolade und Birne sorgen für einen angenehmen ersten Eindruck. Dazu kommen eine leichte Säure und nur wenig Bitterkeit. Statt auf maximale Intensität setzt der House Blend auf Ausgewogenheit.Auch bei der Bohnenqualität gibt es kaum Abzüge. So zeigen die Bohnen nur wenige Auffälligkeiten. Diese Kombination aus Geschmack, Alltagstauglichkeit und attraktivem Preis macht den House Blend zum verdienten Preis-Leistungs-Sieger im Test.Espresso-Tipp: Schwiizer Schüümli EspressoUnter den getesteten Espressobohnen belegt der Schwiizer Schüümli Espresso den Spitzenplatz. Besonders überzeugend ist seine Ausgewogenheit. Schon die Bohnen hinterlassen mit ihrer gleichmäßigen Röstung und dem nahezu vollständigen Fehlen von Bruchstücken einen hochwertigen Eindruck.In der Tasse setzt sich dieser Eindruck fort. Schokolade und geröstete Nüsse treffen auf eine feine Säure, die Frische bringt, ohne zu dominieren. Statt extremer Röstaromen oder starker Bitterkeit setzt der Espresso auf Harmonie.Genau diese Balance macht ihn so stark. Die Aromen greifen ineinander, keine Note drängt sich in den Vordergrund. Auch bei der sensorischen Bewertung und im Cupping-Verfahren zeigt der Schwiizer Schüümli Espresso kaum Schwächen, weshalb er der Testsieger unter den Espressobohnen ist.So testen wir: Was guten Kaffee auszeichnetGemeinsam mit einem Kaffee-Sommelier der Berliner Rösterei 19grams haben wir 13 Kaffee- und Espressobohnen im Cupping-Verfahren verkostet. Große Markennamen oder auffällige Verpackungen spielten dabei keine Rolle. Entscheidend war allein die Qualität in der Tasse.Bewertet wurden Geruch, Geschmack, Süße, Säure, Bitterkeit, Mundgefühl, Nachgeschmack und die Balance der Aromen. Zusätzlich prüften wir die Bohnen auf Röstbild, Bruchstücke und Farbunterschiede. Auch die Verpackungen wurden untersucht, etwa hinsichtlich Bohnenart, Herkunft, Röstgrad, Intensität, empfohlener Zubereitung und Lüftungsventil. So entstand ein umfassendes Gesamtbild, das weit über den ersten Schluck hinausgeht.Geschmack: Wie guter Kaffee schmecken sollteEine gute Kaffeebohne bietet mehr als klassischen Kaffeegeschmack. Sie bringt Schokolade, Nüsse oder Fruchtnoten in die Tasse, besitzt Charakter und macht Lust auf den nächsten Schluck. Genau das gelingt dem Schwiizer Schüümli Crema am besten. Walnuss, Milchschokolade, feine Säure und zurückhaltende Bitterkeit ergeben einen harmonischen Geschmack. Keine Komponente drängt sich auf, wodurch ein ausgewogener und dennoch charakterstarker Kaffee entsteht.Knapp dahinter folgt der by Amazon House Blend. Milchschokolade und Birne verleihen ihm eine besonders zugängliche Aromatik. Er wirkt weich, ausgewogen und beweist, dass guter Geschmack nicht teuer sein muss.Der Segafredo Zanetti Selezione bildet das Schlusslicht. Statt feiner Nuancen bleiben vor allem Bitterkeit und ein rauer Nachgeschmack in Erinnerung. Harmonie und Komplexität fehlen weitgehend.Bei Espresso darf die Intensität höher ausfallen. Schokolade, geröstete Nüsse und angenehme Bitterkeit gehören dazu. Entscheidend ist das Gleichgewicht der Aromen. Dieses gelingt dem Schwiizer Schüümli Espresso besonders gut. Schokolade, Nüsse und dezente Fruchtnoten sorgen für Tiefe, während Säure und Bitterkeit kontrolliert bleiben.Direkt dahinter landet der Joerges Gorilla Crema No. 1. Süße und fruchtige Nuancen verleihen ihm Leichtigkeit und Trinkfluss. Statt auf eine besonders dunkle Röstung setzt er auf Harmonie.Der Melitta Barista Espresso bildet das Schlusslicht. Rauchige Noten, intensive Röstaromen und starke Bitterkeit dominieren den Geschmack. Feine Nuancen treten deutlich in den Hintergrund.Geruch: Die Nase entscheidet mitOft verrät schon der Duft, was später in der Tasse wartet. Hochwertige Kaffee- und Espressobohnen duften nach Schokolade, Nüssen, Karamell oder reifen Früchten. Weniger gelungene Röstungen fallen dagegen durch Rauch, Tabak oder dominante Röstaromen auf. Deshalb liefert der Geruchstest häufig schon vor dem Aufbrühen wichtige Hinweise auf die Qualität.Den besten Eindruck hinterlässt der Schwiizer Schüümli Crema. Bereits die trockenen Bohnen duften nach Haselnuss, dunkler Schokolade und angenehmer Süße. Nach dem Aufbrühen kommen Toffee- und Karamellnoten hinzu. Das sorgt für den harmonischsten Dufteindruck im Test. Auch der by Amazon House Blend überzeugt mit Noten von Milchschokolade, Macadamia und reifer Birne. Im Vergleich zum Testsieger wirkt er etwas leichter und fruchtiger.Bei den Espressobohnen setzt sich ebenfalls der Schwiizer Schüümli Espresso an die Spitze. Schokolade, Honig und geröstete Nüsse ergeben ein besonders ausgewogenes Aromaprofil. Auch der Lavazza Espresso Cremoso punktet mit angenehmen Schokoladen- und Nussnoten.Am Ende des Feldes finden sich Kimbo Barista Espresso Napoli, Lavazza Espresso Barista und Melitta Barista Espresso. Hier dominieren Rauch, Tabak und kräftige Röstaromen, während feine Duftnuancen in den Hintergrund treten.Bohnenqualität: Ein Blick in die Packung verrät vielSchon das Bohnenbild gibt Aufschluss über die Qualität. Gleichmäßige Größe, saubere Röstung und wenige Defekte fördern eine gleichmäßige Extraktion. Viele Bruchstücke oder starke Farbunterschiede können sich dagegen negativ auf den Geschmack auswirken.Den besten Eindruck macht der Schwiizer Schüümli Crema. Die Bohnen wirken gleichmäßig geröstet, sauber sortiert und nahezu fehlerfrei. Knapp dahinter folgen der Schwiizer Schüümli Espresso und der Joerges Gorilla Crema No. 1 mit ebenfalls sehr homogener Qualität.Zur Spitzengruppe zählen außerdem Mövenpick Der Himmlische, Segafredo Zanetti Selezione und Joerges Gorilla Superbar Crema. Ihre Bohnen sind gleichmäßig geröstet und zeigen nur wenige Auffälligkeiten. Beim Gorilla Superbar variieren zwar die Größen etwas stärker, insgesamt bleibt der Eindruck aber positiv.Mehr Schwächen zeigen die hinteren Plätze. Beim Lavazza Espresso Cremoso fallen unterschiedlich geröstete Bohnen und mehrere Bruchstücke auf. Schlusslicht ist der Melitta Barista Espresso mit besonders vielen beschädigten Bohnen. Zwar entscheidet das Bohnenbild nicht allein über den Geschmack, es bildet jedoch die Grundlage für eine ausgewogene Tasse Kaffee.Verpackung und Deklaration: Wie transparent sind die Hersteller?Die Verpackung verrät oft, welche Bohnen verwendet wurden, wie sie geröstet sind und für welche Zubereitung sie gedacht sind. Im Test zeigt sich jedoch, dass manche Hersteller deutlich ausführlicher informieren als andere.Gerade Einsteiger profitieren von Angaben zu Bohnenart, Röstgrad oder Mischung. So lässt sich besser einschätzen, ob ein milder, fruchtiger Kaffee oder ein kräftiger Espresso mit ausgeprägten Röstaromen zu erwarten ist. Auch für Käufer, die gezielt Arabica oder bestimmte Mischungen bevorzugen, sind diese Informationen wichtig.Der Schwiizer Schüümli Crema setzt auch hier Maßstäbe. Die Verpackung informiert unter anderem über Bohnenart, Säuregehalt, Röstgrad und empfohlene Zubereitung. Auch die Gorilla-Produkte liefern viele relevante Angaben. Positiv fällt zudem auf, dass zahlreiche Produkte über ein Lüftungsventil verfügen, das die Bohnen länger frisch hält.Weniger Informationen bieten Lavazza Espresso Cremoso, Kimbo Barista Espresso Napoli, by Amazon Espresso Crema, Melitta Barista Espresso, Segafredo Zanetti Selezione und teilweise Mövenpick Der Himmlische. Je nach Produkt fehlen Angaben zur Herkunft, zur Bohnenmischung oder zum Säuregehalt.Filterkaffee im Geschmackstest: Bekannte Marken unter DruckDer Test zeigt, dass Preis, Verpackung und Markenname oft wenig über die tatsächliche Qualität aussagen. Wie groß die Unterschiede sein können, verdeutlicht auch unser separater Filterkaffee-Test.Unter sechs beliebten Filterkaffees sicherte sich der Lebensbaum Gourmet Kaffee den Sieg. Gemeinsam mit einem Kaffee-Sommelier wurden Aroma, Geschmack, Säure und Nachgeschmack bewertet. Der Sieger überzeugte mit ausgewogener Aromatik, großer Vielfalt und einem angenehmen Nachklang.Für die größte Überraschung sorgte der Amazon House Blend Classic. Die Eigenmarke erreichte Platz zwei und verwies Jacobs, Melitta und Lavazza auf die hinteren Plätze. Dank seiner Balance aus Süße, Röstaromen und Fruchtnoten wurde er zusätzlich Preis-Leistungs-Sieger.Auf Rang drei landete Dallmayr Classic, der vor allem mit Harmonie und Ausgewogenheit überzeugte. Lavazza Tierra for Cuba erreichte trotz seines Bekanntheitsgrades nur Platz vier. Zwar punktete der Kaffee mit kräftigen Röstaromen und Charakter, bei Balance und Aromavielfalt blieb er jedoch hinter den Spitzenreitern zurück.Auch Jacobs Meisterröstung und Melitta Auslese konnten nicht überzeugen. Jacobs wirkte geschmacklich zu subtil, während Melitta vor allem durch starke Röstaromen und Bitterkeit auffiel. Damit bestätigt auch der Filterkaffee-Test, dass nicht der Markenname über die Qualität entscheidet, sondern ein Gleichgewicht aus Aromatik, Verarbeitung und Geschmack.Unser Fazit: Der beste Kaffee im Test 2026Wer beim Kaffeekauf wahllos zugreift, lässt möglicherweise die besten Bohnen im Regal stehen. Der Test zeigt deutlich, wie groß die Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten ausfallen können. Zwischen Milchschokolade, feinen Fruchtnoten und kräftigen Röstaromen liegen oft Welten.Für die meisten Kaffeetrinker ist der Schwiizer Schüümli Crema die beste Wahl. Er vereint starken Geschmack, hohe Bohnenqualität und saubere Verarbeitung. Walnuss, Milchschokolade und eine ausgewogene Balance aus Süße, Säure und Bitterkeit sorgen für einen Kaffee, der täglich überzeugt.Wer möglichst viel Geschmack für wenig Geld sucht, ist mit den by Amazon House Blend Gold Coffee Beans gut beraten. Der Preis-Leistungs-Sieger punktet mit Milchschokolade, Birne und einem angenehm weichen Charakter und beweist, dass guter Kaffee nicht teuer sein muss.Warum Sie dem WELT-Kaufberater vertrauen können: Der WELT-Kaufberater steht für aufwendige Tests und unabhängige Produktempfehlungen, die wirklich helfen. Dafür sorgt das Kompetenzcenter Tech & Mobility (gehört wie WELT zu Axel Springer) mit einer erfahrenen Fachredaktion und eigenem Testlabor. Seit Jahrzehnten stehen diese Experten mit ihren Tests unter anderem bei COMPUTER BILD und AUTO BILD für höchste Qualitätsstandards.Lesen Sie auch
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