Gute Siebträgermaschinen müssen nicht teuer sein. Wir haben verschiedene günstige Modelle getestet und stellen die besten Siebträgermaschinen vor, die kein Vermögen kosten.Viele Kaffee-Fans bevorzugen heute Siebträgermaschinen für die Espresso-Zubereitung. Oft wird dabei angenommen, dass gute Geräte teuer sein müssen. Unser Test zeigt jedoch etwas anderes. So haben wir mehrere preiswerte Modelle geprüft und festgestellt, dass guter Espresso nicht viel kosten muss.Testsieger: Sage Barista Express SES875Die Sage Barista Express SES875 bietet für diese Preisklasse eine ungewöhnlich umfangreiche Ausstattung. Zu einem fairen Preis erhalten Sie ein integriertes Kegelmahlwerk, ein Thermocoil-Heizsystem für konstante Brühtemperaturen, vier Siebeinsätze, ein analoges Manometer zur Druckkontrolle sowie eine leistungsfähige Dampfdüse.Ganz ohne Kritik bleibt die Maschine aber nicht. Der Tamper besteht aus Kunststoff, die Siebträgeraufnahme könnte stabiler sein und eine separate Temperaturanzeige fehlt. Trotzdem sichern ihr Bedienung, Ausstattung und Espresso-Qualität den Testsieg.Preis-Leistungs-Sieger: Caso Espresso GourmetDie Caso Espresso Gourmet richtet sich an preisbewusste Einsteiger. Für rund 130 Euro gehören Edelstahl-Tamper, Milchkännchen, zwei Filtereinsätze für Kaffeepulver und ein Pad-Einsatz zum Lieferumfang. Das ist in dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich. Die Maschine arbeitet mit stabiler Temperatur, verfügt über ein analoges Manometer und bereitet ordentlichen Espresso zu.Ein integriertes Mahlwerk fehlt. Sie benötigen daher entweder gemahlenen Kaffee oder eine separate Mühle. Auch Temperaturanzeige und PID-Regelung sind nicht vorhanden. Das starke Preis-Leistungs-Verhältnis bleibt davon jedoch unberührt.So testen wir die günstigen SiebträgermaschinenBewertet wurde nicht nur die Espresso-Qualität. Auch Bedienkomfort, Alltagstauglichkeit und Reinigungsaufwand flossen in die Gesamtnote ein.Ausstattung: Wer eine günstige Siebträgermaschine kauft, muss häufig auf Komfortfunktionen verzichten. Besonders oft fehlt ein integriertes Mahlwerk. Dann sind vorgemahlener Kaffee oder eine separate Mühle nötig. Unterschiede zeigen sich auch beim Brühdruck. Einige Geräte besitzen ein analoges Manometer, andere verzichten vollständig auf eine Druckanzeige. Ebenso gehören Wasserfilter nicht bei allen Modellen zur Serienausstattung.Handhabung und Geschmack: Entscheidend ist letztlich das Ergebnis in der Tasse. Alle getesteten Maschinen lieferten gute Espresso-Ergebnisse. Zusätzlich wurde die Qualität des Milchschaums bewertet, die für Cappuccino, Flat White oder Latte macchiato wichtig ist. Auch die Handhabung spielte eine Rolle. Lässt sich der Wassertank komfortabel füllen? Bleibt die Maschine beim Einspannen des Siebträgers stabil? Solche Punkte wurden ebenfalls berücksichtigt.Reinigung: Nach dem Kaffee folgt die Reinigung. Deshalb wurde geprüft, wie leicht sich Abtropfschale und Gehäuse säubern lassen und ob Hinweise zur Reinigung oder Entkalkung vorhanden sind. Modelle mit integriertem Mahlwerk bringen zusätzlichen Reinigungsaufwand mit sich. Hilfreich sind herausnehmbare Bohnenbehälter, die separat gereinigt werden können.Technik: Zur Bewertung gehörten außerdem Lautstärke, Temperaturstabilität und Materialqualität. Die Geräuschentwicklung beim Mahlen und Brühen wurde aus etwa 30 Zentimetern Abstand gemessen. Die Temperatur wurde an Tassenablage, Siebträger und Kaffeeauslauf kontrolliert. Für Spitzenplätze war eine gleichmäßige und zuverlässige Leistung entscheidend.Weitere Siebträgermaschinen aus unserem TestDer Testsieger und der Preistipp sind nicht die einzigen günstigen Siebträger, die sich lohnen. Auch andere Geräte aus unserem Test konnten überzeugen:DeLonghi La Specialista Arte Evo Cold Brew EC 9255.M: Der Heiß-Kalt-SpezialistDie DeLonghi La Specialista Arte Evo Cold Brew EC 9255.M bietet für rund 415 Euro eine umfangreiche Ausstattung. Dazu zählen ein integriertes Mahlwerk, eine Dosier- und Tamperhilfe sowie eine Cold-Brew-Funktion. Damit eignet sich das Modell besonders für Nutzer, die verschiedene Kaffeevarianten schätzen. Auch geschmacklich überzeugt sie mit vollmundigem Espresso und schöner Crema.Punktabzüge gibt es für die fehlende Temperaturanzeige, den höheren Reinigungsaufwand beim Mahlwerk und die etwas instabile Siebträgeraufnahme. Insgesamt hinterlässt die Maschine dennoch einen überzeugenden Eindruck.DeLonghi Dedica Arte EC 885.M: Klein, aber leistungsfähigDie DeLonghi Dedica Arte EC 885.M richtet sich an alle, die eine kompakte und optisch ansprechende Siebträgermaschine suchen. Sie benötigt wenig Platz, heizt schnell auf und besitzt eine kräftige Dampfdüse für cremigen Milchschaum. Der Preis liegt bei rund 175 Euro.Auf ein integriertes Mahlwerk sowie auf Temperatur- und Druckanzeige müssen Sie verzichten. Dafür lassen sich neben Kaffeepulver auch Pads verwenden. Das macht die Maschine zu einem unkomplizierten Gerät für den Alltag.Krups Authentic+ XP384E: Der Siebträger für SparfüchseDie Krups Authentic+ XP384E setzt auf ein schlichtes und kompaktes Konzept. Dank ihrer geringen Größe passt sie selbst in kleine Küchen. Zum Lieferumfang gehören drei Siebeinsätze sowie ein Kombi-Werkzeug aus Dosierlöffel und Kunststoff-Tamper. Ein Milchkännchen fehlt. Angesichts des Preises von rund 140 Euro überrascht die einfache Ausstattung jedoch nicht.Bei der Zubereitung überzeugt die Maschine trotzdem. Sie arbeitet leise, hält die Brühtemperatur konstant und liefert milden Espresso mit ordentlicher Crema. Auch Milchschaum gelingt zuverlässig. Hinzu kommen die unkomplizierte Reinigung und eine automatische Entkalkungserinnerung. Damit eignet sie sich besonders für preisbewusste Nutzer mit wenig Platz.Tchibo Lapressa: Kompakt genug für kleine KüchenDie Tchibo Lapressa richtet sich an alle, die günstig in die Welt der Siebträger einsteigen möchten. Für rund 250 Euro bietet sie ein schlankes, kompaktes Design, das selbst in kleinen Küchen Platz findet. Optisch erinnert sie an die teurere DeLonghi Dedica Arte. Bedienung und Reinigung gelingen unkompliziert. Ein Wasserfilter lässt sich allerdings nicht einsetzen. Praktisch ist die automatische Entkalkungserinnerung.Bei den Einstellungen bleibt die Maschine schlicht. Zur Auswahl stehen lediglich einfacher oder doppelter Espresso. Druck- und Temperaturanzeige fehlen ebenfalls. Auch der Kunststoff-Tamper wirkt einfach, weshalb sich ein Edelstahl-Modell lohnen kann. Geschmacklich überzeugt die Lapressa dennoch mit gelungenem Espresso, passender Crema und einer Dampfdüse für Milchschaumgetränke.Gaggia Classic Evo: Minimalistisch und robustDie Gaggia Classic Evo richtet sich an Puristen. Das Modell kombiniert robuste Verarbeitung mit klassischer Retro-Optik. Auf Manometer, Thermometer und integriertes Mahlwerk verzichtet die Maschine vollständig. Stattdessen informieren einfache Kontrollleuchten über den Betriebszustand. Für rund 490 Euro fällt die Ausstattung vergleichsweise reduziert aus.Der Wassertank sitzt etwas unpraktisch, kann aber von oben befüllt werden. Hinweise zur Reinigung oder Entkalkung fehlen. Wer damit leben kann, erhält kräftigen Espresso im Stil klassischer italienischer Kaffeehäuser. Ideal für Nutzer, die auf technische Extras verzichten möchten.Philips Baristina BAR300: Für Espresso ohne ExtrasDie Philips Baristina BAR300 richtet sich an Nutzer, die Espresso möglichst unkompliziert zubereiten möchten. Für unter 300 Euro verbindet sie Siebträger-Elemente mit dem Komfort eines Vollautomaten. Nach dem Einsetzen des Siebträgers übernimmt die Maschine den gesamten Ablauf vom Mahlen bis zum Brühen selbstständig. Das macht sie besonders für Einsteiger interessant.Der Mahlgrad lässt sich nicht verändern, eine Dampfdüse fehlt ebenso wie eine beheizte Tassenablage. Dafür arbeitet die Maschine angenehm leise und liefert kräftigen Espresso mit schöner Crema. Wer keine Zusatzfunktionen benötigt, findet hier eine einfache Option.Die Testergebnisse im ÜberblickNicht jede Maschine verfolgt denselben Ansatz. Einige setzen auf möglichst viele Funktionen, andere konzentrieren sich auf einzelne Stärken.Die DeLonghi La Specialista Arte Evo zählt zu den vielseitigsten Geräten im Test und bietet sogar eine Cold-Brew-Funktion. Die DeLonghi Dedica Arte EC 885.M richtet sich dagegen vor allem an Nutzer, die Wert auf Design und einfache Bedienung legen.Die Krups Authentic+ XP384E überzeugt mit unkomplizierter Handhabung, geringer Lautstärke und platzsparender Bauweise. Wer ein unkompliziertes Alltagsgerät sucht, wird hier fündig.Die Tchibo Lapressa punktet mit kompakten Abmessungen und gutem Espresso trotz einfacher Ausstattung. Die Gaggia Classic Evo überzeugt mit robuster Verarbeitung und klassischer Optik.Wer möglichst wenig Technik möchte, findet in der Philips Baristina BAR300 eine interessante Alternative. Das integrierte Mahlwerk sorgt für Komfort, während die Maschine bewusst auf eine Dampfdüse verzichtet.Unser Fazit: Guter Espresso muss nicht teuer seinDer Vergleich zeigt, dass gute Siebträgermaschinen schon zu moderaten Preisen erhältlich sind. Bereits deutlich unter 500 Euro finden sich Modelle mit überzeugender Espresso-Qualität und solider Ausstattung.Den Testsieg holt die Sage Barista Express SES875. Sie bietet ein integriertes Mahlwerk, hohen Bedienkomfort und die beste Gesamtleistung im Vergleich.Wer weniger ausgeben möchte, trifft mit der Caso Espresso Gourmet eine gute Wahl. Sie überzeugt mit solider Ausstattung, einfacher Handhabung und einem starken Preis-Leistungs-Verhältnis.Der Test belegt damit, dass guter Espresso längst keine Frage eines hohen Budgets mehr ist. Auch günstigere Siebträgermaschinen können im Alltag überzeugen und den Einstieg in die Welt des Espresso erleichtern.Warum Sie dem WELT-Kaufberater vertrauen können: Der WELT-Kaufberater steht für aufwendige Tests und unabhängige Produktempfehlungen, die wirklich helfen. Dafür sorgt das Kompetenzcenter Tech & Mobility (gehört wie WELT zu Axel Springer) mit einer erfahrenen Fachredaktion und eigenem Testlabor. Seit Jahrzehnten stehen diese Experten mit ihren Tests unter anderem bei COMPUTER BILD und AUTO BILD für höchste Qualitätsstandards.Lesen Sie auch