PfadnavigationHomeGeldVerbraucherWELT KaufberaterVom Sommelier bewertet: Das sind die besten KaffeebohnenVon Charlotte BauerVeröffentlicht am 15.04.2026Lesedauer: 6 MinutenWelche Kaffeebohnen schmecken am besten? Für unseren Test haben wir beliebte Sorten gemeinsam mit einem Kaffee-Sommelier verkostet und sorgfältig analysiert.Guter Kaffee entsteht nicht erst in der Tasse. Bereits beim Öffnen der Verpackung zeigt sich, ob eine Bohne ihr Versprechen hält oder eher enttäuscht. Einige Röstungen duften vielversprechend, bleiben geschmacklich jedoch flach. Andere wirken unscheinbar und überraschen mit ausgeprägtem Aroma. Welche Kaffeebohnen wirklich überzeugen, zeigt unser Test mit einem Kaffee-Sommelier. Was Sie vorab über Kaffeebohnen wissen solltenAroma: Es gibt eine große geschmackliche Bandbreite von schokoladig-süß bis kräftig-bitter.Verpackung: Frische ist entscheidend, ein Aromaventil schützt die Bohnen und erhält Qualität. Mundgefühl und Nachgeschmack: Das Mundgefühl reicht von weich und samtig bis dicht und intensiv, während der Nachgeschmack zwischen kurz und dezent sowie lang und prägnant variiert.Unser Testsieger: Schwiizer Schümli Crema EspressoDiese Bohnen überzeugen mit einer eleganten, dunklen Röstung und bestehen zu 100 Prozent aus Arabica. Bereits beim Öffnen entfaltet sich ein Duft, der an Schokolade, Nüsse und einen Hauch Honig erinnert.Geschmacklich präsentiert sich der Kaffee ausgewogen. Eine milde Säure trifft auf feine Bitterstoffe, ergänzt durch eine dezente Süße. Das Mundgefühl ist voll und geschmeidig, der Kaffee wirkt rund und harmonisch. Im Abgang bleibt eine leichte Süße zurück, die an Karamell erinnert.Laut Hersteller eignet sich die Sorte besonders für Kaffeevollautomaten. Allerdings fehlen Angaben zur Herkunft, zudem besitzt die Verpackung kein Aromaventil, was sich auf die Frische auswirken kann.Milde Kaffeebohnen: Joerges Gorilla Crema No. 1Diese Bohne setzt nicht auf extreme Aromen, sondern auf Ausgewogenheit. Die dunkle Röstung wirkt gleichmäßig und hochwertig. Beim Öffnen entfaltet sich ein Duft nach Zartbitterschokolade mit leichter Fruchtnote.Im Geschmack zeigt sich der Kaffee mild mit kaum wahrnehmbarer Säure oder Bitterkeit. Stattdessen dominieren sanfte, leicht süße Nuancen. Das Mundgefühl ist weich und angenehm, im Abgang wirkt der Kaffee etwas kräftiger und bleibt länger präsent.Geeignet ist die Sorte für Vollautomaten und Siebträgermaschinen. Dank Aromaventil bleibt die Frische besser erhalten. Insgesamt gilt: Ein vielseitiger Kaffee für den Alltag.Kräftige Kaffeebohnen mit langem Nachhall: Joerges Gorilla Superbar CremaDiese Mischung aus Arabica und Robusta fällt durch ihre intensive Röstung auf. Der Duft erinnert an Nougat und geröstete Nüsse.Am Gaumen zeigt sich ein harmonisches Zusammenspiel aus feiner Säure, dezenter Süße und klarer Bitterkeit. Das Mundgefühl ist voll und präsent, der Kaffee bleibt also lange spürbar. Dabei ist der Nachgeschmack schokoladig und anhaltend.Die Sorte eignet sich besonders für Siebträger oder Vollautomaten. Sie überzeugt weniger durch feine Nuancen, sondern durch ihre kraftvolle und lang anhaltende Wirkung.So haben wir die Kaffeebohnen getestetFür unseren Test haben wir uns in das Berliner Kaffeelabor 19grams begeben. Unterstützt wurden wir von Kaffee-Sommelier und Q-Grader Garreth Druce. Q-Grader sind Experten, die Kaffee nach internationalen Standards bewerten und jede Nuance analysieren.Neben der fachlichen Einschätzung floss auch unsere eigene Wahrnehmung ein. So entstand eine Kombination aus Expertenwissen und alltagsnaher Bewertung.Wir testeten sowohl Kaffee- als auch Espressobohnen gemeinsam. Beide unterscheiden sich vor allem im Röstgrad und im gewünschten Geschmacksprofil. Ein direkter Vergleich zeigt, wie vielseitig eine Bohne sein kann.Vor der Zubereitung prüfen wir Optik und Qualität. Größe, Gleichmäßigkeit und mögliche Bruchstellen werden genau betrachtet.Die Zubereitung erfolgt standardisiert mit 13 Gramm Kaffee auf 220 Milliliter Wasser bei 96 Grad und vier Minuten Ziehzeit.Anschließend bewerten wir Duft, Geschmack, Balance, Mundgefühl und Nachgeschmack. Ergänzend prüfen wir die Verpackung auf wichtige Informationen und Frischemerkmale wie ein Aromaventil.Weitere Kaffeebohnen, die wir getestet habenNeben unseren Testsieger-Kaffeebohnen und den zwei Alternativen haben wir noch weitere Kaffeebohnen getestet. Darunter: Optionen für die Filtermaschine sowie vielseitige Allrounder. Ausgewogene Bohnen für die Filtermaschine: Der Himmlische von MövenpickDie Bohnen sind gleichmäßig geröstet und unbeschädigt. Beim Öffnen erinnert der Duft an fruchtige Kompottnoten.Geschmacklich wirkt der Kaffee ausgewogen mit leichter Säure und zurückhaltender Bitterkeit. Eine dezente Süße sorgt für Harmonie. Das Mundgefühl ist angenehm weich und im Abgang zeigt sich eine feine Bitterkeit mit leichter Zitrusnote.Die Bohnen bestehen zu 100 Prozent aus Arabica, Angaben zur Herkunft fehlen jedoch. Ein Aromaventil ist nicht vorhanden. Besonders geeignet ist die Zubereitung im Filter oder Vollautomaten.Vielseitiger Allrounder: Lavazza Espresso CremosoDie Bohnen wirken optisch uneinheitlich, einige sind gebrochen. Der Duft hingegen überzeugt mit süßen Noten von Honig und Sirup.Im Geschmack zeigt sich der Kaffee ausgewogen, aber zurückhaltend. Eine leichte Säure sorgt für Frische, die Bitterkeit erinnert an Kakao. Die Süße steht im Vordergrund. Das Mundgefühl ist weich, jedoch etwas dünn. Der Nachgeschmack ist kurz und unauffällig.Die Sorte eignet sich für verschiedene Zubereitungsarten und ist vielseitig einsetzbar.Milder Allrounder: Segafredo Zanetti Selezione EspressoDie Bohnen sind gleichmäßig geröstet, geschmacklich bleibt der Kaffee jedoch dezent. Säure ist kaum vorhanden, eine leichte Bitterkeit tritt in den Vordergrund, Süße fehlt weitgehend.Das Mundgefühl ist weich und cremig, der Abgang hingegen kurz und wenig prägnant.Die Sorte eignet sich für verschiedene Zubereitungsarten, bleibt insgesamt jedoch eher unauffällig.Herbe Kaffeebohnen: Joerges Gorilla DelicatoDiese Bohne zeigt sich dunkler und aromatischer. Der Duft erinnert an Erdnüsse und Schokolade.Geschmacklich steht eine angenehme Bitterkeit im Vordergrund, begleitet von milder Säure. Die Süße bleibt dezent. Das Mundgefühl ist voll und intensiv, der Kaffee wirkt kraftvoll und präsent.Unser Fazit: Welche Kaffeebohne passt zu Ihnen?Der Test macht deutlich, wie unterschiedlich die einzelnen Sorten ausfallen. Der Schwiizer Schümli Crema Espresso präsentiert sich ausgewogen, leicht süß und harmonisch. Die Gorilla Crema No. 1 eignet sich besonders für den Alltag, da sie mild und dezent fruchtig wirkt. Deutlich kräftiger zeigt sich die Gorilla Superbar Crema, die mit vollem Körper und langem Nachgeschmack überzeugt und an einen gehaltvollen Rotwein erinnert.Wer intensivere und herbere Aromen bevorzugt, sollte zur Gorilla Delicato greifen, die mit spürbarer Bitterkeit und Präsenz auftritt. Der Lavazza Cremoso hingegen bringt eine angenehme Süße mit, die an Milchschokolade erinnert, bleibt dabei jedoch insgesamt eher zurückhaltend. Der Segafredo Selezione ist sehr mild und unaufdringlich, weshalb er sich eher als Begleiter, denn als geschmacklicher Mittelpunkt eignet. Der Himmlische von Mövenpick bietet eine ausgewogene Kombination aus milder, fruchtiger und bekömmlicher Note. Für Fans ausgeprägter Bitterstoffe ist der Melitta Classic eine passende Wahl, da er kräftig und kompromisslos auftritt. Wer den typischen süditalienischen Stil bevorzugt, findet im Kimbo Napoli eine passende Option, die dunkel geröstet, intensiv und deutlich bitter ist.Ein guter Kaffee sollte für mich vielschichtig duften, rund schmecken und einen angenehmen Nachgeschmack hinterlassen.Warum Sie dem WELT-Kaufberater vertrauen können: Der WELT-Kaufberater steht für aufwendige Tests und unabhängige Produktempfehlungen, die wirklich helfen. Dafür sorgt das Kompetenzcenter Tech & Mobility (gehört wie WELT zu Axel Springer) mit einer erfahrenen Fachredaktion und eigenem Testlabor. Seit Jahrzehnten stehen diese Experten mit ihren Tests unter anderem bei COMPUTER BILD und AUTO BILD für höchste Qualitätsstandards.Lesen Sie auch
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