PfadnavigationHomeGeldVerbraucherWELT KaufberaterDieses Proteinpulver schlägt im Test den BestsellerVon Sophie BrünkeVeröffentlicht am 08.04.2026Lesedauer: 6 MinutenUnsere Autorin hat Proteinpulver getestet. Dabei hat sie den Geschmack, die Löslichkeit und Zutaten bewertet. Im Labortest wurden die Proteinpulver auf Schwermetalle untersuchtQuelle: Axel Springer/ParwezProteinpulver ist ein beliebtes Nahrungsergänzungsmittel, das beim Muskelaufbau helfen soll. Welche Produkte nicht nur gute Nährwerte und Zutaten liefern, sondern auch geschmacklich überzeugen, zeigt unser Proteinpulver-Test.Was Sie vorab über Proteinpulver wissen solltenNutzen und Dosierung: Proteinpulver ist keine Pflicht für den Muskelaufbau, erleichtert Ihnen aber die ausreichende Eiweißzufuhr, besonders bei erhöhtem Bedarf durch intensives Training. Auch während einer Diät kann eine erhöhte Eiweißzufuhr helfen, Muskelmasse zu erhalten. Empfohlen werden 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag, um optimal versorgt zu sein. Zubereitung: Für die Zubereitung geben Sie zuerst die Flüssigkeit in den Shaker, dann das Pulver, und schütteln alles etwa 20 Sekunden kräftig, damit eine gleichmäßige Konsistenz entsteht. Mit einer Mischkugel, auch Whisk Ball genannt, wird der Shake besonders zuverlässig klumpenfrei. Weitere Anwendungsbereiche: Zum Kochen und Backen ist Proteinpulver grundsätzlich geeignet, allerdings sollten Sie darauf achten, dass bestimmte Süßstoffe bei hohen Temperaturen problematisch sein können.Die besten Proteinpulver im TestWelches Proteinpulver versorgt Sie zuverlässig mit Eiweiß und überzeugt zugleich beim Geschmack? Gemeinsam mit einem unabhängigen Labor sowie Testpersonen haben wir fünf Produkte mit Vanillearoma getestet.Testsieger: Bulk Pure Whey ProteinIm Test setzte sich das „Pure Whey Protein“ von Bulk durch. Es war das einzige Produkt, das in allen Kategorien Bestnoten vorweisen konnte. Besonders Geschmack und Konsistenz hinterließen einen sehr positiven Eindruck.Laut Analyse im Labor enthielt das Pulver geringe Mengen der Schwermetalle Blei mit 0,047 Milligramm pro Kilogramm und Nickel mit 0,036 Milligramm pro Kilogramm. Diese Werte liegen jedoch deutlich unter den als unbedenklich geltenden Grenzwerten bei täglichem Verzehr. Zur Einordnung: Eine Person mit 60 Kilogramm Körpergewicht müsste rund 800 Gramm des Pulvers täglich konsumieren, um kritische Bleimengen zu erreichen. Bei Nickel wären es sogar 21 Kilogramm. Da übliche Verzehrmengen weit darunter liegen, stuft das Labor die Werte als toxikologisch unbedenklich ein.Preistipp: Mammut Whey Protein VanillaDas Whey Protein von Mammut erzielt eine solide Gesamtnote und ist zugleich das günstigste Produkt im Testfeld. Der Geschmack fällt eher dezent aus, die leichte Süße wird im Test unterschiedlich wahrgenommen. Mit einem Eiweißanteil von 72 Prozent erfüllt das Pulver seinen Zweck zuverlässig. Es eignet sich daher besonders für alle, die auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis achten.Im Labor wurde lediglich Blei mit 0,029 Milligramm pro Kilogramm festgestellt. Laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit sollte die tägliche Aufnahme bei Erwachsenen zwischen 0,63 und 1,50 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht bleiben. Hochgerechnet bedeutet das: Eine Person mit 60 Kilogramm müsste täglich etwa 1,3 bis 3,1 Kilogramm des Produkts konsumieren, um diesen Bereich zu erreichen. Da dies deutlich über dem üblichen Konsum liegt, gilt das Produkt als unbedenklich.Der Bestseller: ESN Designer Whey ProteinDas in Deutschland hergestellte Proteinpulver von ESN gehört zu den bekanntesten Produkten am Markt. Viele Fitnessbegeisterte und Influencer setzen darauf. Mit einem Eiweißgehalt von 78 Prozent erreicht es im Test den zweiten Platz in dieser Kategorie. Die Kombination aus Whey-Konzentrat und Whey-Isolat sorgt für ein ausgewogenes Aminosäureprofil. In der Anwendung punktet das Pulver vor allem durch seine sehr gute Löslichkeit. Ob in Wasser oder Milch – im Shaker entstehen keine Klümpchen. Einige Tester empfanden den Geschmack als recht süß. Wenn Sie es also etwas dezenter mögen, empfiehlt sich die geschmacksneutrale Variante „Natural“.Die Untersuchung im Labor zeigte, dass das Produkt bedenkenlos konsumiert werden kann. Es enthält geringe Spuren von Blei mit 0,028 Milligramm pro Kilogramm. Erst bei einer täglichen Aufnahme von mehr als 1,3 Kilogramm würden relevante Mengen erreicht. Solche Mengen gelten im Alltag als unrealistisch.So testen wir die ProteinpulverZutaten und Nährwerte: Zunächst prüften wir die Inhaltsstoffe und den Eiweißgehalt. Auch Zucker und Süßstoffe spielen eine Rolle. Alle Produkte bewegten sich im üblichen Rahmen für Sporternährung, unterschieden sich jedoch in der Menge. Geringere Anteile an Zucker und Süßstoffen wurden positiv bewertet. Dieser Bereich floss mit 30 Prozent in die Gesamtwertung ein.Labortest auf Schwermetalle: Da niemand Schadstoffe in Lebensmitteln möchte und einige Proteinpulver in der Vergangenheit teilweise auffällig waren, ließen wir alle Produkte extern untersuchen. Aufgrund der möglichen gesundheitlichen Auswirkungen wurde dieser Punkt mit 20 Prozent gewichtet. Getestet wurde auf Arsen, Blei, Nickel, Cadmium und Quecksilber.Geschmack: Ein hoher Eiweißgehalt allein reicht nicht aus, wenn der Shake nicht überzeugt. Sechs Testpersonen prüften die Produkte auf Natürlichkeit und möglichen Nachgeschmack. Dieses Kriterium machte 30 Prozent der Endnote aus.Löslichkeit: Auch die Konsistenz beeinflusst das Trinkerlebnis. Für den Test wurde Wasser verwendet. Entscheidend war, ob sich das Pulver gut auflöst oder Klümpchen bildet. Die Löslichkeit floss mit 20 Prozent in die Bewertung ein.Weitere Proteinpulver, die wir getestet habenNeben unserem Testsieger, dem Preistipp und dem Bestseller haben wir auch Proteinpulver von More und Orgainic untersucht.Abzüge beim Geschmack: More Protein Vanilla Ice CreamDieses Produkt erreicht beim Eiweißgehalt mit 79 Gramm pro 100 Gramm den Spitzenwert im Test. Beim Geschmack landet es jedoch am unteren Ende. Das Urteil der Tester lautete: überwiegend künstlich.Im Labor wurden Blei mit 0,034 Milligramm pro Kilogramm und Nickel mit 0,045 Milligramm pro Kilogramm nachgewiesen. Kritische Mengen würden erst bei etwa einem Kilogramm beziehungsweise 17 Kilogramm täglichem Konsum erreicht. Diese Werte gelten daher als unbedenklich.Hoher Zuckergehalt: Orgainic Whey ProteinAm Ende des Rankings steht ein Bio-Produkt ohne Zusatzstoffe. Allerdings enthält es mit zehn Gramm pro 100 Gramm den höchsten Zuckeranteil im Test. Auch die Konsistenz überzeugte nicht, da sich das Pulver im Shaker nur schwer auflöste und Klümpchen bildete.Im Labor wurde ausschließlich Blei nachgewiesen, und zwar mit der geringsten Menge von 0,026 Milligramm pro Kilogramm. Wer weniger als 1,5 Kilogramm täglich konsumiert, muss laut Bewertung keine gesundheitlichen Nachteile befürchten.Unser Fazit: Das Proteinpulver von Bulk ist der eindeutige TestsiegerDas Produkt von Bulk überzeugte im Test am meisten. Es bietet einen angenehmen, natürlichen Geschmack und eine cremige Konsistenz, die an ein Dessert erinnert. Dennoch liegen die übrigen Produkte dicht dahinter. Wenn Sie einen dezenteren Geschmack bevorzugen oder das Pulver in Smoothies oder Protein-Pancakes verwenden möchten, ist der Preistipp von Mammut eine gute Wahl. Noch ein Tipp unserer Expertin: Ich nutze Proteinpulver selten als eigenes Produkt, sondern lieber als Zutat. Ein Löffel im Porridge gibt ein nettes Protein-Plus, genauso wird ein Smoothie cremiger.Warum Sie dem WELT Kaufberater vertrauen können: Der WELT Kaufberater steht für aufwendige Tests und unabhängige Produktempfehlungen, die wirklich helfen. Dafür sorgt das Kompetenzcenter Tech & Mobility (gehört wie WELT zu Axel Springer) mit einer erfahrenen Fachredaktion und eigenem Testlabor. Seit Jahrzehnten stehen diese Experten mit ihren Tests unter anderem bei COMPUTER BILD und AUTO BILD für höchste Qualitätsstandards.Lesen Sie auch
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