Trotz des Hitzesommers sind Massenproteste der Klimabewegung bisher ausgeblieben. Dabei protestieren die Ak­ti­vis­t:in­nen weiter – gegen SUVs und Wasserdiebstahl.

Brandenburg auf dem Trockenen: sinkender Pegel in der Talsperre Spremberg

Frank Hammerschmidt/dpa

Die Auswirkungen der Klimakrise werden in diesem Hitzesommer immer konkreter spürbar. Am Dienstag teilte das Brandenburger Landesumweltministerium mit, aufgrund des Niedrigwasser der Spree müssten gemäß der zweiten Stufe eines Notfallplans einige Schleusen im Spreewald geschlossen werden, um einen Mindestpegel in Richtung Berlin zu halten. Es sei damit zu rechnen, dass das Paddeln im Spreewald nur eingeschränkt möglich ist – mit welchen Folgen ansonsten für das Biosphärenreservat zu rechnen ist, führte das Ministerium nicht aus. Grund für die Wasserknappheit seien die hohen Temperaturen und der zu geringe Niederschlag.

Darüber hinaus wurden in Brandenburg schon seit Längerem in zahlreichen Landkreisen Wasserentnahmebeschränkungen erlassen, die das private Abpumpen von Oberflächenwasser verbieten, etwa fürs Bewässern von Pflanzen oder Befüllen von Swimmingpools. Derweil teilt das Robert Koch-Institut (RKI) mit, die Zahl der Hitzetoten in Brandenburg und Berlin liege in diesem Jahr deutlich über den Zahlen der vergangenen Jahre. Deutschlandweit rechnet das RKI in diesem Sommer bisher mit über 12.000 hitzebedingten Toten.