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Gamechanger: Schwamm aus Hightechporen gewinnt Trinkwasser Ideen, die unsere Welt ver­ändern und verbessern. Wir stellen sie vor. Diesmal: ein neues Material, das Wasser aus der Luft zieht und kühlt.

Nach langanhaltender Trockenheit: rissiger Boden am Rheinufer Ende Juli 2026. Foto: picture alliance/dpaDie IdeeWassermangel und Kühlbedarf wachsen parallel: Steigende Temperaturen und sinkende Niederschläge verknappen Trinkwasser; Klimatisierung treibt den Energiebedarf. Ein Team der Universität Kiel adressiert die Entwicklung und entwickelt poröse Materialien, die beides leisten: Sie können Wassermoleküle aus der Luft binden und freisetzen. Und das Material lässt sich zur energieeffizienten Kühlung nutzen. Ziel sind umweltfreundliche Systeme, die kontinuierlich Wasser gewinnen und zugleich Abwärme, etwa aus Rechenzentren, in Kälte umwandeln.Die KöpfeEntwickelt hat das neue Material eine Arbeitsgruppe um Norbert Stock, Professor am Institut für Anorganische Chemie an der Uni Kiel. Die Ergebnisse wurden kürzlich in zwei Studien zusammengefasst, die im Journal of Materials Chemistry A und in Industrial & Engineering Chemistry ­Research veröffentlicht wurden.Die UmsetzungEs basiert auf einem metallorganischen Gerüst (MOF, das sind kristalline, dreidimensionale Gitter aus Metallknoten und organischen Gliedern), genauer: auf CAU10H. Die hochporöse Struktur zieht wie ein trockener Schwamm Wassermoleküle aus der Luft. Es kann bei 20 Grad schon ab 18 Prozent relativer Luftfeuchte Wasser binden und bei 70 Grad wieder freisetzen. Selbst bei extrem trockenen Bedingungen in Wüsten kann es pro Gramm Eigengewicht 0,17 Gramm Wasser absorbieren. Unter feuchteren Bedingungen bis zu 1,8 Liter Wasser pro Tag und Kilo Eigen­gewicht.Durch die Kombination mit leitfähigen Kohlenstoffstrukturen entsteht zudem ein Komposit, das sich mit wenig Strom oder auch Sonnenlicht auf diese 70 Grad erwärmen lässt. Nebeneffekt: In sogenannten Adsorptionskälteanlagen erreicht CAU10H eine bis zu dreifach höhere Kühlleistung als das gängige Silicagel; das Kieler Material könnte also Abwärme nutzen und den Energieverbrauch gegenüber herkömm­licher Kühltechnik senken. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick