Ein Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat ein poröses Material weiterentwickelt, das bereits bei Raumtemperatur und geringer Luftfeuchtigkeit von 18 Prozent Wasser aus der Luft binden kann, um daraus Trinkwasser zu gewinnen. Mit dem System sollen neue Quellen für Trinkwasser in wasserarmen Gebieten, wie etwa dem Mittelmeerraum, erschlossen werden.
Der Klimawandel sorgt in einigen Gebieten für sinkende Niederschlagsmengen, was sich auf das Grund- und damit das Trinkwasser auswirkt. Um genügend Trinkwasser zu gewinnen, setzen die Kieler Forscher auf eine umweltfreundliche Technik in Form eines besonders porösen Materials, das Wasser selbst aus trockener Luft aufnehmen und bei Erhitzung wieder freigeben kann. Zudem ist das Material dazu geeignet, die Effektivität von Kühlsystemen zu verbessern. Die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit haben die Wissenschaftler in den Studien „Electrically conductive MOF@carbon foam composites for atmospheric water harvesting through internal Joule heating and light irradiation“ und „CAU-10-H: Synthesis Scale-Up at the Pilot Scale, Techno-Economic Analysis, and Application in a Full-Scale Cooling System“ veröffentlicht, die im Journal of Materials Chemistry bzw. Industrial & Engineering Chemistry Research erschienen sind.









